C a l v a r y  C h a p e l  L i p p s t a d t

13.01.2013 Immer nur die bösen Moslems?

 
Zunächst möchte ich klarstellen, dass mir die Fakten bekannt sind:
• Mehr Christen sterben seit 1900 um des Glaubens willen als in den 1900 Jahren vorher kombiniert.
• Die Christen sind die zurzeit am stärksten verfolgte Religion auf der Erde.
• Die meisten verfolgten Christen werden in Ländern verfolgt, in denen der Islam dominant ist.
Vor allem die letzte Tatsache scheint uns Christen zu programmieren, Jesu Liebe den Anhängern jener Religion vorzuenthalten, die unsere Glaubensbrüder am stärksten verfolgt. Wir schießen uns ein auf die Anhänger des Islams und vergessen, dass sie nur ein Teil der Verfolger und Spötter ausmachen – und nicht den schlimmsten Teil!
 
Im buddhistischen Bhutan werden, vornehmlich in ländlichen Gebieten, Christen zusammengeschlagen, verfolgt und ihre Kirchen verbrannt. Die Polizei sieht mitunter zu. Auch in Sri Lanka zeigt der vom Dalai Lama als so friedlich gepriesener Buddhismus sein wahres Gesicht. Von 80 Mönchen angeführt, marschierte im vergangenen Monat ein Mob von 1000 Buddhisten auf eine evangelikale Kirche zu, zerstört Mobiliar und Autos und verletzt Menschen. Bei einem Massentreffen hinduistischer Organisationen in Indien werden Christen als „Ungeziefer, das ausgemerzt werden muss“ bezeichnet. Christen seien Wanzen, die vernichtet werden müssten. In Indien nimmt die Verfolgung und Unterdrückung von Christen durch den Hinduismus zu.
 
Auch von der Religion, die uns am nächsten steht, werden Christen nicht verschont. Im vergangenen Jahr wurde ein katholisches Kloster in der Nähe Jerusalems mit antichristlichen Sprüchen besprüht. „Jesus war ein Affe“ war darunter. Die Täter: radikale jüdische Siedler.
 
Schlimmer aber, als Spott, Verfolgung und Beleidigung durch Anhänger anderer Religionen ist die Diffamierung von Christen aus den eigenen Reihen, bzw. aus dem eigenen Volk. So erklärt der 50jährige Joachim Grubert, wie sein persönlicher Glaube durch das Studium der evangelischen Theologie abgetötet wurde. Viel gefährlicher als offener Spott und Verfolgung ist die unterschwellige Unterwanderung des Glaubens in den Universitäten und die gnadenlose Intoleranz evangelikalen Christen gegenüber. Im „christlichen“ Deutschland veröffentlichten Tageszeitungen und Zeitschriften ein gekreuzigtes Schwein, eine Abendmahlsszene, zu anstößig, um sie hier zu beschreiben, ein Kruzifix als Klopapierhalterung und weitere haarsträubende Gotteslästerungen. Jesus als „Balkensepp“ zu bezeichnen, ihn in Theaterstücken mit Kot zu beschmieren und sein Kreuz zu bespucken hat in unserem Land nicht mal den Aufruf zum Verbot hervorgerufen. Gleichzeitig regt man sich auf, wenn andersreligiöse Feinde des Evangeliums das tun, was Feinde des Evangeliums halt tun: Jesus und Seine Jünger bekämpfen. Die schlimmsten und gefährlichsten Demütigungen geschehen nicht durch Moslems. Sie geschehen bestenfalls durch Religionslose, schlimmstenfalls durch solche, die offiziell noch „Christen“ sind. DAS ist schlimm!
 
Und wie reagieren wir? Ich schlage vor: Wie Jesus! Durch LIEBEN wie Jesus: Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5:8)
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen. (Matthäus 5:44)
 
Durch ZEUGNIS von Jesus: Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit. (2 Timotheus 4:2)
 
Durch GEBET zu Jesus: Segnet die Menschen, die euch Böses wünschen, und betet für alle, die euch beleidigen. (Lukas 6:28) Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde nicht aufhört zu beten. Betet für alle Menschen. (1 Timotheus 2:1)
 
Durch die EINSTELLUNG JESU: Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. (Jesaja 53:7) Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr«. (Römer 12:19)
 
Durch HANDELN wie Jesus: Und wie ihr wollt, dass euch die Leute behandeln sollen, so behandelt auch ihr sie gleicher weise! Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, welche sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr wieder zu empfangen hofft, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder leihen den Sündern, um das Gleiche wieder zu empfangen. Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. (Lukas 6:31-35)
 
Durch noch ein zusätzliches Quäntchen LIEBE Jesu obendrauf: Die Liebe hört niemals auf. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. (1 Korinther 13:8a+13)
 
Eingestellt von Wolfgang Jung (Pastor CCFG)

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