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06.01.2013 Matthäus 3, 1-6 Teil 2

Matthäus 3, 1-6: „In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa 2 und spricht: Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. 3 Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: "Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!"4 Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig. 5 Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; 6 und sie wurden von ihm im Jordanfluss getauft, indem sie ihre Sünden bekannten“.
 
Teil 2:
 
Nun kam eine große Menge von Menschen hinaus in die Wüste, zum Jordan, wo es ausgiebig fließendes Wasser gab. Die Juden kannten Waschungen um sich von Verunreinigungen abzuwaschen. Auch Menschen, die sich zum Judentum bekannten wurden untergetaucht. Doch dürfen wir diese Taufhandlung des Johannes nicht mit der Taufe verwechseln, die wir heute durchführen. Die Menschen, die Johannes taufte waren nicht auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Es ging keine Bekehrung voraus und die Menschen bekamen auch nicht den Heiligen Geist. Die Taufe des Johannes war für die Menschen der willentliche Ausdruck, dass sie nicht mehr sündigen und sich wieder neu oder mehr Gott zuwenden wollten. Im Grunde genommen bedeutete es, dass sie mit einem neu auf Gott ausgerichteten Herzen dem ankommenden Messias begegnen wollten.
 
Wenn wir heute taufen dann heißt das für den Einzelnen, dass er zuerst erkennen muss, dass er von dem heiligen und allmächtigen Gott getrennt ist. Es ist die Sünde und unsere Ungerechtigkeit, die uns von Gott trennt. Auf der einen Seite steht Gott, gerecht, heilig und allmächtig. Auf der anderen Seite stehe ich und bin von Gott durch meine Sünde getrennt. Wenn ich mich taufen lasse, dann ist es nötig, dass ich echte Busse zeige. Die Umkehr und die Annahme von Jesus Christus im Glauben. Erst wenn ich bejahe, dass Jesus Christus auch für mich und meine Sünden am Kreuz von Golgatha gestorben ist, und ich es persönlich annehme, dass durch den Tod Jesus meine Sünden von mir abgewaschen sind, erst dann bin ich bereit mich taufen zu lassen. Vergebung der Sünden und wirkliches Reinwerden ist nur in Jesus Christus möglich.
 
Der Römerbrief macht es in Kapitel 6, Vers 3 deutlich, dass ich in Jesus und in seinen Tod hineingetauft bin: „Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind“?
 
Nur Jesus Christus ist der Weg zu Gott. Nur Jesus Christus kann die Verbindung zum Vater herstellen. Nur durch IHN kommen wir wieder an den Punkt, dass wir Gemeinschaft mit Gott haben können und mit IHM in Ewigkeit in Frieden leben können.
 
Während Johannes die Menschen auffordert, „kommt lasst euch zur Buße taufen und wascht eure Sünden ab, denn der Messias oder das Himmelreich ist nahe“, rufen wir heute den Menschen zu, die nicht an Jesus glauben:
-         Wende dein Herz zu Jesus, kehre um und tue Buße und glaube an IHN.
-         Bekenne deine Sünden und nimm Jesus als deinen Retter und Heiland an.
-         Jesus wird dich Heil machen und die Einheit zum Vater, zu Gott herstellen.
-         Empfange den Heiligen Geist und lass dir das ewige Leben schenken.
-         Und dann lass dich taufen zum Zeichen, dass du an Jesus Christus glaubst.
 
Und was ruft der Text dir zu, wenn du bereits Christ bist? Tue Buße
-         Wende dein Herz erneut zu Jesus
-         Bekenne Jesus deine Sünden, täglich
-         Bitte Gott, dass er dir deine Sünden zeigt, durch Gebet, Bibellese und Gemeinschaft mit anderen Christen
-         Jesus wird dir vergeben und dich heilen
-         Lass dich vom Heiligen Geist überreich füllen und die Liebe Gottes an dir sichtbar werden
 
Kurz vor dem Jahreswechsel denken viele, dass es gut ist neue Vorsätze zu haben. Und das ist auch so. Gute Vorsätze sind erst einmal positiv. Im neuen Jahr werde ich nicht mehr rauchen, abnehmen oder wenige Fernsehen schauen. Vielleicht sind es aber auch ganz persönliche, wichtige Dinge die sich Leute vornehmen. Den Ehepartner besser zu behandeln, mehr Zeit in die Familie investieren oder nichts mehr an der Arbeit zu klauen. Oder sie nehmen sich vor, dass mit den Pornos, dass lass ich weg, werde dafür mehr in der Bibel lesen und mindestens einmal im Monat jemanden aus der Gemeinde zum Essen einladen. Doch so zahlreich die Vorsätze auch sind, so schnell verpuffen die meisten schon kurz nach Mitternacht, wenn die Sylvesterraketen noch nicht einmal kalt sind.
 
Viele verwechseln solche Vorsätze, die ja schon etwas mit Erkenntnis von Fehlern und Sünden zu tun haben mit Buße. Echte Buße jedoch benötigt ein bußfertiges Herz und die Erkenntnis, dass ich selbst aus dem Schlammassel nicht rauskomme. Ich brauche Gottes Hilfe! Echte Buße heißt, dass ich erkenne, dass ich Gottes Hilfe benötige, um eine Lebensveränderung durchführen zu können. Will ich mich bessern und sündloser leben, dann werden meine Vorsätze so schnell wie die Sylvesterböller verpuffen.
 
Echte Buße und Umkehr von der Sünde klappt nur, wenn Jesus Christus mein Herz verändert und erneuert. Stück für Stück, Tag für Tag schenkt mir Jesus Veränderung. Und dabei gibt ER den Takt an und bestimmt die Art und Weise. Jesus zeigt mir auf wo ich falsch liege und sündige. Und nur ER kann mich reinwaschen in dem ER mir meine Sünden vergibt. Buße hat zum Ziel, dass mir vergeben wird und ich ein Kind Gottes werde. Mit einem Satz. Buße setzt Sündenerkenntnis voraus, bedeutet, dass ich von meinen sündigen Wegen umkehre und in Richtung Gott gehe. Nur eine solche Umkehr führt mich in die Vergebung.
 
Johannes Huss war ein christlicher Theologe, Prediger und Reformator. Er schrieb: „O ihr Bösewichter, die ihr da glaubet, man könne mit Gott wie mit einer Schenkwirtin umgehen, bei der man auf Rechnung säuft, und die man bezahlt, um (anschließend) aufs neue zu saufen. Auch soll jeder wissen, dass das gleichviel ist, wenn man zuvor einem Priester seine Sünden beichtet, und einige Vater unser dafür als Buße betet, und wieder aufs Frische sündigt. Es täusche sich niemand, seine alten Sünden sind ihm hängen geblieben. Denn Gott erlässt sonst keine Sünde, es sei denn, dass der Sünder den aufrichtigen Vorsatz habe, nicht mehr zu sündigen, ja lieber sterben zu wollen, als in eine Todsünde zu willigen.
 
Und er muss ferner eine so innige Reue über seine Sünden empfinden, dass er sie mehr bereut, als wenn er sein ganzes Gut und all seine Freunde verloren hätte“. [1]
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Für Jesus und später für die Apostel war klar, dass Busse der Anfang allen Glaubens und die Vorraussetzung für ein Leben mit Gott ist. Jesus sagt in Matthäus 4, 17: „Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen“! Johannes der Täufer rief die Menschen auf Buße zu tun und umzukehren. An diesem Ruf hat sich bis heute nichts verändert. Verändert hat sich nur der Grund. Während Johannes rief, dass Himmelreich oder die Königsherrschaft ist nahe können wir heute sagen. Der König – Jesus - ist da, die Königsherrschaft hat bereits begonnen. Der Tag des HERRN kommt bald.
 
Deshalb bekenne deine Sünden sofort und tue Buße. Fortlaufend / täglich. Und wenn du dich noch nicht für ein Leben mit Jesus Christus entschieden hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Tue Buße und bekehre, kehre um zu Jesus.
 
Rolf Credé
 

Glaubensstimme - Vom Glauben unserer Vorfahren, http://www.glaubensstimme.de/doku

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