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David Guzik

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David Guzik

1. Samuel 30,1-2: „Als nun David samt seinen Männern am dritten Tag nach Ziklag kam, da waren die Amalekiter in das Südland und in Ziklag eingefallen, und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt; und sie hatten die Frauen und alles, was dort war, weggeführt, vom Kleinsten bis zum Größten. Sie hatten aber niemand getötet, sondern sie weggetrieben, und waren ihres Weges gezogen“.

David hatte sich angeboten für die Philister gegen die Israeliten zu kämpfen, aber die Fürsten der Philister akzeptierten das Angebot nicht. David und seine Männer gingen also zurück in die Philisterstadt Ziklag, wo sie wohnten. Sie marschierten drei Tage lang, jeden Tag 25 Meilen - ziemlich schnell für eine Gruppe dieser Größe. Als sie sich Ziklag näherten, waren sie müde, hungrig und wollten ihre Familien wiedersehen. Sie freuten sich auf Zuhause. Sie waren niedergeschlagen, weil die Philister sie nicht kämpfen lassen wollten. Doch sie wussten, dass sie bald zu Hause waren, und das bedeutete Familie und gewohnte Umgebung. Doch diese Vorfreude würde sich bald in Entsetzen verwandeln.

Selbst aus der Entfernung sahen sie schon, dass etwas nicht stimmte. Rauch stieg über der Stadt auf, doch es war nicht der Rauch von Kochfeuern. Dafür war es zu viel Rauch, und er war schwarz. Sie wunderten sich, warum niemand ihnen entgegen kam um sie zu begrüßen - wo waren ihre Frauen und Kinder? Freuten sie sich nicht, sie zu sehen? Was sie dann sahen, war ein Schock.

Ziklag war vollkommen herunter gebrannt. Während David und seine Männer damit beschäftigt waren, gegen ihr eigenes Volk zu kämpfen, waren die Amalekiter gekommen und hatten die wehrlose Stadt angegriffen. Sie entführten alle Frauen und Kinder, und nahmen alles mit, was wertvoll war. Ziklag glich einer Geisterstadt, ein Haufen verbrannter Schutt ohne die Stimmen Überlebender. Es schien, als sei alles verloren.

Das ganze hatte sowohl etwas von Gerechtigkeit als auch von Barmherzigkeit. Die Gerechtigkeit war, dass die Amalekiter David das antaten, was er ihnen angetan hatte, denn David hatte genau dasselbe Elend über andere Städte gebracht. In 1. Samuel 27,8-11 steht, dass David zu der Zeit, als er bei den Philistern lebte, Städte ausraubte und er "ließ weder Frauen noch Männer leben". Die Barmherzigkeit war, dass die Amalekiter gnädiger als David waren - David tötete alle in den Städten, die er überfiel; die Amalekiter nahmen die Menschen gefangen ohne sie zu töten.

Gott, der barmherzig ist, bestraft uns nicht so, wie wir es verdienen. Wie ein mitfühlender Vater mäßigt Er die Strafe durch Güte und Liebe. Wenn wir darüber nachdenken, was wir verdienen, könnten wir darüber verzweifeln. David und seine Männer verdienten es wahrscheinlich auch, dass ihre Frauen und Kinder getötet würden, denn genau das hatten sie anderen angetan. Doch Gott war barmherzig mit David.
Gott zeigt immer noch Barmherzigkeit: "Da hat er uns - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit - errettet." (Titus 3,5)
Danke Gott für Seine große Barmherzigkeit.

GEWAGTE WORTE

GEWAGTE WORTE

1. Samuel 17, 31-32: „Und als man die Worte hörte, die David sagte, meldete man es dem Saul; und er ließ ihn holen. Und David sprach zu Saul: Niemand soll seinetwegen den Mut sinken lassen; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen“.

In einer Unterhaltung mit seinem Bruder und einigen Soldaten Israels sprach der junge David für Gottes Sache gegen Goliath und die Armee der Philister. Er setzte sich für Gottes Sache ein, und zwar nicht nur mit Worten. Doch seine Worte ließen die Menschen aufhorchen. Darum "meldete man es Saul." Es war nicht so, als ob Davids Worte zu gewagt waren. Er hatte nicht gesagt: "Wenn ich gegen diesen Philister kämpfte, würde ich ihn sofort töten. Um den mache ich mir keine Gedanken." So etwas hat David nicht gesagt, aber er hatte sich schon mit seinen Worten gegen Goliath gestellt. Bis zu diesem Punkt hatte David nicht viel Mut gezeigt, aber es war mehr als irgendjemand sonst in Israel, also berichtete man Saul davon.

Als David zu König Saul kam, sagte er zu ihm: "Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen." Saul hatte lange darauf gewartet - mindestens 40 Tage - das von jemandem zu hören. Und sie nun aus dem Mund eines Jungen zu hören erschien ihm fast wie ein grausamer Scherz. Das Gute war, dass endlich jemand gegen Goliath kämpfen wollte. Das Schlechte war, dass es sich dabei nur um einen kleinen Hirtenjungen handelte und nicht um einen starken, bewährten Soldaten.

Davids Worte an Saul machten das Ganze fasst noch schlimmer. Als David sagte: "Niemand soll seinetwegen den Mut sinken lassen", klang das so, als würde er allen sagen, sie sollten sich beruhigen, weil er alles unter Kontrolle hätte. Diese Worte eines Teenagers erschienen lächerlich. Es wirkte wie jugendlicher Stolz und Selbstüberschätzung, doch das war es nicht. Als David diese gewagten Worte aussprach: "Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen", war es das erste Mal, das David sich freiwillig meldete für den Kampf gegen Goliath. Es ist eine Sache zu sagen: "Jemand sollte etwas tun." Doch es ist etwas ganz anderes zu sagen: "Ich werde etwas tun."
Bei den meisten Problemen in dieser Welt muss es von "jemand muss etwas tun" zu "ich werde etwas tun" kommen.

So war es auch mit dem Problem, den Menschen zurück zu einer richtigen Beziehung zu Gott zu bringen. Die Menschheit beklagte sich Jahrhunderte darüber, bis der Sohn Gottes kam und sagte: "Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht von mit geschrieben - um deinen Willen, o Gott, zu tun!" (Hebräer 10,7) Jesus ist der, der nach vorne trat, um gegen den Feind zu kämpfen, der Gottes Kinder terrorisierte. Das Problem ging von "jemand muss etwas tun" zu "Ich werde etwas tun" über, und Jesus tat es.

Von David Guzik
Pastor Calvary Chapel Santa Barbara

EIN WAHRER ANBETUNGSLEITER

1. Samuel 16,18 : „Da antwortete einer der Burschen und sprach: Siehe, ich habe eines Sohn Isais, des Bethlehemiten, gesehen, der das Saitenspiel versteht und auch ein tapferer Mann ist und tüchtig zum Kampf, verständig in seiner Rede und schön; und der HERR ist mit ihm.“ (1. Samuel 16,18)

Nachdem König Saul den Geist des Herrn zurückgewiesen hatte, wurde er von einem bösen Geist geplagt. Seine königlichen Ratgeber schlugen vor, nach jemandem zu suchen, der dem König beruhigende Musik vorspielen sollte, und einer von Sauls Dienern fand diesen Sohn von Isai namens David. Als sie Saul von dem jungen Mann erzählten, listeten sie sechs lobenswerte Eigenschaften von David auf, die jemand hat, der Gott mit Musik dient.
Zuerst heißt es, dass er "das Saitenspiel versteht". David musste diese Fähigkeit besitzen, um Saul in die Anbetung zu führen und ihm mit seiner Musik zu dienen. Die Qualität seines Spiels war wichtig. Sein Herz spielte eine wichtige Rolle, aber genauso auch sein Können. Das heißt nicht, dass man ein Virtuose sein muss, damit Gott einen gebrauchen kann. Aber eine lockere, unbekümmerte und faule "wir brauchen nicht üben" Einstellung ist nicht gut.

Dann lesen wir, dass David "auch ein tapferer Mann ist und tüchtig zum Kampf". David musste, um Saul effektiv in der Anbetung leiten und ihm mit der Musik dienen zu können, den Charakter eines Kriegers haben. Der Dienst in der Anbetung ist ein ständiges Schlachtfeld. Oft gibt es Konflikte und Auseinandersetzungen rund um den Dienst der Anbetung und wenn jemand dafür nicht ausgerüstet und bereit zum geistlichen Kampf ist, wird er wahrscheinlich geistlich und emotional "verletzt" werden und wohl auch andere "verwunden".
Als nächstes heißt es, er war "verständig in seiner Rede". David musste weise reden können um Saul effektiv in der Anbetung anzuleiten oder ihm mit seiner Musik zu dienen. Ein guter Anbetungsdienst benötigt eine Menge Diplomatie. Jeder hat seine eigene Meinung und Vorstellung von Musik. Effektive Anbetungsleiter wissen, wann sie sprechen müssen und wann sie still sein müssen, innerhalb vom Team und in der Versammlung.
Er sagte auch, dass David "schön" sei. David war ein gutaussehender Mann (1. Samuel 16,12). Ein guter Anbetungsleiter muss kein Model sein, aber sein Erscheinungsbild ist wichtig. Sie sollten sich selbst so darstellen, als wären sie unsichtbar. Wenn sie so herausgeputzt sind oder zu nachlässig gekleidet sind, dass ihre Erscheinung alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, müssen sie das ändern.
Und zuletzt sagt er über David: "Der HERR ist mit ihm." Das war die wichtigste Eigenschaft. Die anderen Sachen werden wachsen und sich entwickeln, doch über jeden, der in der Anbetung dient, muss man sagen können: "der HERR ist mit ihm". Das heißt, dass sie von Gott berufen sind, Gott hingegeben, und sich der Leitung,
unter die Gott sie gestellt hat, unterordnen.
Vieles von dem, was eine Person zu einem guten Musiker oder einem guten Künstler macht, widerspricht einem wahren Anbetungsdienst. Das Bedürfnis nach Selbstdarstellung, nach Rampenlicht, Berühmtheit und Aufmerksamkeit kann effektiver Anbetung entgegenwirken. Doch der Mann oder die Frau, der oder die dieselben Qualitäten wie David hat, wird ein wahrer Anbetungsleiter sein.

Von David Guzik
Pastor Calvary Chapel Santa Barbara

1. Samuel 16,1: „Und der HERR sprach zu Samuel: Bis wann trägst du noch Leid um Saul, da ich ihn doch verworfen habe, dass er nicht mehr König sein soll über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen König ausersehen“.

Saul hatte sich als untreuer König Israels erwiesen, und das war für den Propheten Samuel sehr entmutigend. Es kam der Tag, an dem Gott Samuel fragte: "Bis wann trägst du noch Leid um Saul?" Es gibt eine Zeit des Trauerns, aber dann auch eine Zeit um weiterzumachen. "Fülle dein Horn mit Öl." Das muss aufregend gewesen sein für Samuel, denn er wusste, jetzt wollte Gott, dass er jemand anderen als König über Israel salben sollte.

Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott niemals zulassen wird, dass Sein Werk mit dem Tod oder dem Versagen eines Menschen stirbt. Wenn es Gottes Werk ist, geht es weit über jeden Menschen hinaus. Vielleicht war Samuel in seiner Trauer über Sauls Rebellion wie gelähmt, aber Gott war es nicht. Darum sagte Gott zu Samuel: "Ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden." Israels nächster König sollte einer von Isais Söhnen sein. Isai war der Enkel von Ruth und Boas (Ruth 4,17+22).

Als Samuel zu Isai und seinen Söhnen kam, erfüllte sich das Wort des HERRN: "Denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ausersehen." Jahre vorher hatte Israel den HERRN als ihren König abgelehnt und einen menschlichen König gefordert. Gott gab ihnen einen menschlichen König, so wie sie es wollten (Saul) doch Gott war immer noch auf dem Thron und krönte wen und wann es Ihm gefiel. Es war eine Tatsache, dass Gott Israel regierte. Sie sollten diese Regel anerkennen, sich ihr unterordnen und die Vorzüge davon genießen. Oder sie sollten Seine Regentschaft über Israel ablehnen und darunter leiden. Meine Einstellung zu Gott spielt keine Rolle, wenn es um Seinen letztendlichen Sieg geht. Der HERR ist Gott und König und Er wird immer triumphieren. Doch meine Einstellung spielt eine große Rolle, wenn es um mein letztendliches Schicksal geht.

Wir brauchen die Zukunft nicht zu fürchten, denn wir wissen, dass Gott Leiter auserwählt hat. An einigen merkwürdigen Orten bereitet Gott Führer für Sein Volk vor. Er wird sie verborgen halten bis zur rechten Zeit. Darauf kannst du dich verlassen.

Von David Guzik

1. Samuel 15, 22-23: „Samuel aber sprach zu Saul: Hat der HERR dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern! Denn Ungehorsam ist wie die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst“!

König Saul hatte Gottes Befehl nicht gehorcht, und dann versuchte er auch noch sein Handeln zu entschuldigen, als Saul ihn damit konfrontierte. Samuel erklärte ihm, warum sein Ungehorsam eine ernste Sache für Gott war. "Hat der HERR dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfer und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern!" Samuel meinte damit, dass religiöses Verhalten ohne Gehorsam bedeutungslos vor Gott ist. Man kann Gott tausende Opfer darbringen oder eine Millionen Euro für Sein Werk spenden. Doch all diese Opfer bedeuten wenig, wenn dahinter kein hingegebenes Herz steht, welches sich durch simplen Gehorsam zeigt.

Als König Saul das Opfer darbrachte, war es das Fleisch einer anderen Kreatur. Was Gott wollte, war das Opfer des Gehorsams - dass er seinen eigenen Willen Gott opferte. Samuel sagte weiter: "Denn Ungehorsam ist wie die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist wie Abgötterei und Götzendienst." Ein ungehorsames und widerspenstiges Herz lehnt Gott genauso ab wie jemand, der okkulten Praktiken und Götzendienst nachgeht. Sauls Problem war nicht nur, dass er eine Zeremonie außer acht ließ. Das hielt Saul für Gehorsam Gott gegenüber. In der heutigen Welt würde man sagen: "Was? Gott will, dass ich öfter zur Gemeinde gehe? Na gut, dann gehe ich." Doch religiöses Tun war nicht Sauls Problem; das Problem war, dass sein Herz rebellisch und widerspenstig gegen Gott war. Wenn religiöses Tun hier nicht helfen konnte, war es zu nichts nütze. Echte Anbetung beginnt mit der Unterordnung unter Seinen Willen.

Dann sagte Saul: "Weil du nun das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst!" In seinem leeren religiösen Tun, seiner Rebellion und Widerspenstigkeit gegen Gott, lehnte Saul Gottes ab. Also hat Gott ihn als König über Israel abgelehnt. So wurde Saul als König verworfen. Doch es vergingen noch fast 25 Jahre bis ein neuer König gekrönt wurde. Sauls Abgang war beschlossen, aber es geschah nicht sofort. Gott benutzte fast 25 Jahre um Sauls Nachfolger auszubilden. Man könnte leicht sagen: "Was? Saul wurde abgesetzt, weil er den König und ein paar Schafe und Rinder verschonte? Spätere Könige taten viel Schlimmeres und durften König bleiben. Warum war Gott so streng mit Saul?" Doch Gott sah Sauls Herz, Er sah wie rebellisch und widerspenstig es war. Sauls Zustand war wie der eines Eisbergs: mit dem sichtbaren Teil hätte man vielleicht klarkommen können, aber unter der Oberfläche war so viel mehr. Doch Gott konnte das sehen. Unser Gebet sollte sein, dass Gott uns dazu bewegt, dass wir unseren Willen Seinem unterordnen - das ist besser als jedes Opfer, das wir bringen könnten.

Von David Guzik
Pastor
Calvary Chapel Santa Barbara

1. Samuel 13, 14: „Nun aber wird das Königtum keinen Bestand haben. Der HERR hat sich einen Mann nach seinem Herzen ausgesucht; dem hat der HERR geboten, über sein Volk Fürst zu sein, weil du nicht gehalten hast, was dir der HERR gebot!“

König Saul hatte vor dem Herrn gesündigt. Er hatte die Gebote Gottes nicht gehalten und versucht, Entschuldigungen dafür zu finden anstatt das vor Gott wieder in Ordnung zu bringen. Nicht nur, dass Saul gesündigt hatte; die Sünde kam aus einem Herzen, das sich von Gott entfernt hatte. Darum sagte Gott, dass Er das Königreich von Saul und seiner Familie wegnehmen würde. Durch den Propheten Samuel ließ Gott
Saul ausrichten: "Nun aber wird das Königtum keinen Bestand haben." Diese Worte lassen vermuten, dass Saul ab sofort kein König mehr sein würde, aber er sollte noch 15-20 Jahre weiter regieren. Er würde weiter auf dem Thron sitzen, aber es war nicht mehr dasselbe, denn das Ende seines Königreichs stand fest.

Es wäre leicht zu sagen, dass das Königreich von Saul weggenommen würde, weil er gesündigt hatte. Und einerseits stimmt das auch; aber es war mehr als das. Der Mann, der nach Saul kam (David) sündigte auch; doch von ihm und seinen Nachkommen nahm Gott das Königreich nicht weg. Es ging um mehr als diesen Vorfall; es ging darum, ein Mann nach Gottes Herz zu sein.

Was bedeutet es, ein Mann nach Gottes Herz zu sein? Das können wir herausfinden, indem wir uns den Mann anschauen, der kein Mann nach Gottes Herz war (Saul) und ihn mit dem Mann vergleichen, der ein Mann nach Gottes Herzen war (David). Ein Mann nach Gottes Herzen ehrt den HERRN. Saul ging es eher um seinen eigenen Willen als um Gottes Willen. David wusste, dass Gottes Wille das Allerwichtigste war. Jede Sünde ist eine Missachtung von Gott, aber David sündigte eher wegen seiner Schwäche und Saul eher aus Missachtung gegenüber Gott. Für einen Mann nach Gottes Herzen ist Gott König. Für Saul war Saul König. Für David war der HERR König.

Sowohl David als auch Saul wussten, dass die Opfer vor einer Schlacht wichtig waren.
Doch für David waren sie wichtig, weil sie Gott gefielen und ehrten. Saulus hielt sie für wichtig, weil er glaubte, dass sie ihm helfen würden, die Schlacht zu gewinnen. Saul dachte, Gott würde ihm helfen, seine Ziele zu erreichen. David hielt Gott selbst für das Ziel.

Ein Mann nach Gottes Herzen hat ein weiches, bußfertiges Herz. Als Saul mit seiner Sünde konfrontiert wurde, sucht er nach Entschuldigungen. Als David mit seiner Sünde konfrontiert wurde, bekannte er seine Schuld und tat Buße. (2. Samuel 12,13)

Ein Mann nach Gottes Herzen liebt die Menschen. Saul wurde immer bitterer gegen das Volk und lebte mehr und mehr für sich. Doch David liebte sein Volk. Als David völlig am Boden war, hat er immer noch andere, denen es noch schlechter ging, geliebt und ihnen gedient. (1. Samuel 22,1-2)

Schau dir diese Worte an: "Der HERR hat sich einen Mann nach seinem Herzen ausgesucht." Gott suchte nach so einem Mann, und Er fand ihn an einem ungewöhnlichen Ort. Tatsächlich war er zu jener Zeit noch gar kein Mann - er war noch ein Junge! Gott sucht auch heute noch nach Männern und Frauen nach Seinem Herzen.

Von David Guzik
Pastor Calvary Chapel Santa Barbara, U.S.A., CA

1. Samuel 12,22-24: „Der HERR wird aber um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem HERRN zu versündigen, dass ich aufhören sollte, für euch zu beten und euch den guten und richtigen Weg zu lehren! So fürchtet nun den HERRN und dient ihm in Wahrheit, mit eurem ganzen Herzen; denn seht wie mächtig er sich an euch erwiesen hat“!

1. Samuel 12 beinhaltet eine lange Rede von dem Propheten Samuel zum Volk Israel anlässlich der Krönung von König Saul. In dieser Rede erinnerte er das Volk daran, wie oft sie Gott vergessen hatten und wie undankbar sie gewesen waren. Gott bestätigte
Samuels Worte indem er Donner und Regen zu einer ungewöhnlichen Zeit schickte.

Am Ende der Rede erinnerte Samuel das Volk an Gottes Treue und Liebe, auch wenn sie so oft versagt hatten. Samuel sagte ihnen: "Der HERR wird sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen." Samuel
wollte sie wissen lassen, dass Gott sie liebte. Trotz ihrer Sünden in der Vergangenheit, konnten sie Gott wieder dienen und Seine Segnungen sehen, denn der HERR liebte sie. Seine Gunst Israel gegenüber kam nicht davon, dass sie Gutes taten oder versprachen Gutes zu tun. Es war um Seines großen Namens willen, weil es dem HERRN gefiel. Die Gründe dafür lagen bei Ihm, nicht bei Israel.

Dann sagte Samuel: "Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem HERRN zu versündigen, dass ich aufhören sollte, für euch zu beten." Samuel wusste, dass das Beste, was er für Israel tun konnte, war, für das Volk zu beten. Seine Worte würden keinen Unterschied machen, wenn der HERR nicht in ihren Herzen wirken würde. Und der beste Weg das Werk des HERRN in ihren Herzen zu fördern, war das Gebet. Viele sagen: "Ich verspreche ich werde anfangen für dich zu beten." Für Samuel war das Anfangen gar kein Thema, denn er betete schon. Sein Thema war das Aufhören.

Samuels Aussage macht deutlich: es ist eine Sünde, wenn ein Leiter von Gottes Kindern aufhört für sie zu beten. Es ist eine seiner wichtigsten Pflichten als Leiter. Wenn es eine Sünde ist, wenn man aufhört zu beten, wie viel schlimmer muss es sein, wenn man gar nicht erst anfängt! Samuel sagt weiter: "...euch den guten und richtigen Weg zu lehren." Samuel würde beten, aber nicht nur das. Er lehrte sie auch, und auch dieser Aufgabe würde er treu nachkommen. Also lehrte er sie: "So fürchtet nun den HERRN, . . . denn seht wie mächtig er sich an euch erwiesen hat." Unser ganzer Dienst, unser ganzer Gehorsam, unsere ganze Liebe zu Gott sollte in diesem Zusammenhang stehen. Wir tun das alles, weil Er sich "mächtig an uns erwiesen hat." Wir dienen Gott nicht um Ihn zu überreden große Dinge für uns zu tun. Er hat große Dinge getan, und Er will, dass wir sie im Glauben annehmen. Dann dienen wir Ihm wegen der großen Dinge, die Er für uns getan hat.
Man kann in seinem christlichen Leben nur dann die richtige Perspektive haben, wenn man auf die großen Dinge, die Er für uns getan hat, schaut. Wenn wir das aus den Augen verlieren, ist alles verdreht. Viele Leute tendieren dazu ihre Probleme ganz groß zu machen und vergessen die großen Dinge, die Er getan hat. Vergiss sie niemals.

Von David Guzik
Pastor Calvary Chapel Santa Barbara

1. Samuel 10, 21-22

Und als er den Stamm Benjamin nach seinen Familien herzutreten ließ, wurde das Geschlecht Matris (durchs Los) getroffen, und dann wurde Saul getroffen, der Sohn des Kis. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden. Da fragten sie den HERRN weiter: Kommt der Mann noch hierher? Der HERR antwortete: Siehe, er hat sich bei den Geräten versteckt!

Samuel ließ die Stämme zusammenkommen um ihnen den neuen König zu präsentieren. Gott hatte Saul schon vorher zu Samuel geführt, der Saul auf besondere Weise zum König gesalbt hatte. Doch er war dem Volk noch nicht vorgestellt worden. Bei dieser Präsentation zeigte der Prophet Samuel allen, dass Saul wirklich derjenige war, den Gott ihnen als ersten König gab. Sie nutzten eine Art um Gottes Willen festzustellen (entweder das Los oder Urim und Thummin) und der Stamm Benjamin wurde getroffen. Dann fiel das Los auf die Familie Matris aus dem Stamm Benjamin. Aus der Familie Matris wurde Saul, der Sohn des Kis, gezogen. Und jeder wusste, wer Saul war.

Der Text sagt uns: "Und dann wurde Saul getroffen, der Sohn des Kis." Saul war schon als König über Israel gesalbt. Gott tat das, um der ganzen Nation zu zeigen, dass Saul der Richtige war. Gott hatte Saul erwählt, nicht irgendein Mensch.

Gleichzeitig ist es wichtig zu sagen, dass Saul nicht König wurde, weil das Los auf ihn fiel. Sondern er wurde deshalb König, weil Gott es Samuel gesagt hatte. Das Los bestätigte nur das Wort des HERRN durch Samuel.

Saul war der Eine - aber niemand konnte ihn finden. Der König von Israel hatte sich "bei den Geräten versteckt". Hier ließ Saul eine gesunde Verlegenheit und Demut erkennen. Er freute sich nicht darauf im Mittelpunkt zu stehen; er schien sich davor zu fürchten. Saul wurde nicht König wegen seinem persönlichen Ehrgeiz oder weil er im Rampenlicht stehen wollte.

Saul begann mit einer sympathischen Demut. Leider endete er in Stolz - aber der Anfang in Demut sollte nicht vergessen werden. Saul und das Königreich von Israel hatten viele Segnungen von dieser Demut am Anfang. Es stimmt immer: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade (Jakobus 4,6 + 1; Petrus 5,5).

Es war aber nicht nur Demut, warum Saul sich versteckte. Man kann auch sagen, dass das Vermeiden der Krone das Schicksal war, das Gott für ihn hatte. Charles Spurgeon zeigte in einer Predigt mit dem Titel: "Sich hinter Zeug verstecken" wie sich sowohl die Gläubigen als auch die Ungläubigen verstecken um der Krone zu entgehen: "Es mögen einige hier sein, die genau das tun, was Saul tat. Nur dass ihr euch dümmer dabei anstellt als er. Er versteckte sich vor einer irdischen Krone, aber ihr versteckt euch vor einer himmlischen." (Spurgeon)

Gott hat eine Krone für dich - verstecke dich nicht vor ihr! Nimm sie in Demut an und gehe weiter in der Berufung und dem wunderbaren Schicksal, das Er für dich hat.

Von David Guzik

Pastor Calvary Chapel Santa Barbara, CA

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