C a l v a r y  C h a p e l  L i p p s t a d t

Rolf Credé

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Rolf Credé

Matthäus 26, 69 – 75: „Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. 70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. 71 Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. 72 Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! 73 Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. 74 Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn. 75 Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich“.

Kurz darauf kommt es zur dritten Verleumdung. Die Ereignisse überschlagen sich. Petrus denkt vielleicht, bloß weg hier bevor ich auch noch in Schwierigkeiten komme. Bevor sie mich auch noch festhalten und verhören.
Johannes schreibt in Kapitel 18, Vers 26: „Einer der Diener des Hohenpriesters, ein Verwandter des Mannes, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte, sagte: »Habe ich dich nicht dort im Garten bei ihm gesehen?« 27 Wieder stritt Petrus ab, ´etwas mit Jesus zu tun zu haben`. Im selben Augenblick krähte ein Hahn“.
Matthäus schreibt in Vers 73: „Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. 74 Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn“.

Die Bedrohungslage für Petrus wurde immer dramatischer. Man hatte ihn sogar an seinem Dialekt erkannt. Und auch die Tatsache, dass er im Garten Gethsemane mit dem Schwert zu Gange war, war noch nicht vergessen. „Du bist einer der zu Jesus gehört“. In diesem Augenblick vergisst er scheinbar alles was Jesus gelehrt hatte. Du sollst nicht schwören hatte Jesus gelehrt. Dieses Verwünschen war der Anfang einer Formel, die mit dem Ausschluss aus der Beziehung zu Gott etwas zu tun hat. Luther übersetzt: „Da fing er an, sich zu verfluchen“. Dieser Fluch war ein Bann, der beispielsweise den Ausschluss aus der Synagoge bedeutete, wenn jemand etwas schlimmes getan hatte. Es war der Anfang eines Fluchwortes, in dem man den zweiten Teil des Fluches nicht aussprach.
Wenn dann! 
Erstens: „Wenn ich diese oder jenes getan habe, dann
Zweitens, soll ich aus der Synagoge ausgeschlossen sein. Petrus hatte wahrscheinlich gemeint. Wenn ich einer von den „Jesusleuten“ bin, dann soll auf mir der Fluch liegen und ich werde aus der Synagoge ausgestoßen. Hier zeigt sich wie sehr Petrus verzweifelt gewesen sein musste, dass er seinen HERRN und Meister verleugnete. Er, der bekannt hatte, dass Jesus Gottes Sohn sei, verleugnet nun, den, der  der Messias war. An diesem Punkt angekommen beginnt der Weg der Buße für Petrus. Er erkennt seine Schuld und rennt nicht noch tiefer ins Verderben wie Judas. Matthäus schreib in Vers 75: „Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich“. Petrus tat Buße. Das Weinen war Ausdruck der tiefen Enttäuschung über sein eigenes Versagen. Wie konnte er nur seinen HERRN so verleugnen. Und zu allem hatte Jesus Recht behalten. Er hatte es ihm angekündigt. Ja, Jesus hatte für die Jünger gebetet. Er hatte für sie gebetet, damit ihr Glaube nicht aufhöre, denn der Satan begehrte die Jünger geistlich in Besitz zu nehmen (Lukas 22, 31ff).

Jesus hatte es ihm angekündigt, dass er ihn dreimal verleugnen würde noch ehe der Hahn krähen würde (Lukas 22, 34). Das wir nicht besser sind wie Petrus, dass wird darin deutlich, dass auch wir Jesus immer wieder verleumden und IHN nicht bekennen. Sei es durch Taten oder durch Worte. Wenn unser Leben nicht dem entspricht, was Jesus von uns möchte, was ER uns gelehrt hat.„Liebt einander und liebt Gott und euren Nächsten, damit die Menschen euch als Christen erkennen“. Doch unser Verhalten ist oft so, als kennen wir Jesus nicht. Wir leugnen, lügen, haben schlechte Worte in unserem Mund. Wir benehmen uns manchmal alles andere als würdige Christusnachfolger.

→ Doch Jesus sagt den Jüngern, ich bete, dass euer Glaube nicht aufhört und lasst euch an meiner Gnade genug sein. Ohne Gottes Gnade wären wir verloren. Wir können nicht umkehren und Buße tun. Ich glaube, dass Jesus uns ein bußfertiges Herz schenkt.
→ Je intensiver und näher deine Beziehung zu Jesus ist, je mehr du IHN suchst, um so mehr wird dich der Heilige Geist zur Buße leiten. Gottes Gnade wird über dir sein. Ohne das Eingreifen des Heiligen Geistes würden wir alle wie Judas von Gott weglaufen, und uns tiefer und tiefer in die Spirale der Abwendung von Jesus begeben.

In Psalm 89 erhält David die Gnadenzusage Gottes: „Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für; 3 denn ich sage: Für ewig steht die Gnade fest; du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.“

→ Alles kommt aus der ewigen, unveränderbaren Gnade, die Gott uns Menschen entgegen bringt. Petrus durfte dies erfahren und wir dürfen es auch. In 2. Korinther 12 schreibt Paulus, dass Jesus zu ihm sagte: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung“. Da wo wir schwach werden und sind, da wo wir Jesus verleugnen, sei es bei einer Frau auf dem Marktplatz oder in einem Gefängnis unter der Folter von grausamen Wärtern, da wird Jesus in uns stark sein.
→ Lass dich von Gottes Geist zur Buße führen und Gott wird dich mit Heiligem Geist erfüllen. Jesu Liebe ist größer als unsere kleine Kraft an Jesus zu bleiben und zu IHM zu stehen.

Als man Jesus wegführte fiel noch ein Blick von Jesus auf Petrus. Lukas 22, 61: „Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm sagte: Bevor ein Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich“. Wie schmerzhaft muss es für Petrus gewesen sein, zu erkennen, dass sein Herr recht behalten hatte. Jesus spuckte nicht zu ihm herüber, ER schrie nicht: „Petrus, du Verräter und Verbleugner. Ich hab es gleich gewusst. Du würdest nicht bestehen!“ Warum hast du mich nicht verteidigt? Ich glaube vielmehr, dass Jesus voller Liebe und Mitleid hinüberschaute und im Stillen betete. Und das führte Petrus zur Buße. Die Tränen war der Ausdruck der Erkenntnis über das eigene Versagen. Dieses „Und weinte bitterlich“ schreibt David Guzik : ...war der Anfang von Petrus Reue. Mehrere Dinge brachte ihn an diesen Punkt.

1.) Der Hahn „predigt“ für Petrus und führte Petrus zur Umkehr. "Der Hahn erwies sich als Prediger“. Verachtet nicht den Dienst des Prediger: Es ist die Torheit der Predigt, die die Menschen in den Himmel bringt" (Trapp) 1. Korinther 1, 21: „Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten. 22 Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, 23 predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit“.
2.) Der liebevolle Blick Jesu führte Petrus zur Umkehr. Lukas berichtet, dass kurz nachdem der Hahn krähte, drehte sich der HERR um und sah Petrus an (Lukas 22:61) "Christus sah auch auf Judas, als Judas ihn küsste ... doch Judas ging seiner Schurkerei nach ohne Reue." (Poole)
3.) Die Erinnerung brachte Petrus zur Buße; Petrus erinnerte sich an die Worte Jesu. "Unsere Erinnerungen dienen uns viel Reue zu üben." (Poole)


Rolf Crede
Pastor Calvary Chapel Lippstadt

Matthäus 26, 69 – 75: „Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. 70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. 71 Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. 72 Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! 73 Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. 74 Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn. 75 Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich“.

Um besser verstehen zu können was genau passierte, schauen wir einmal in das Johannesevangelium, Kapitel 18, Verse 12ff. Dort heißt es: „Die römischen Soldaten unter der Führung ihres Offiziers und die Männer der Tempelwache, die von den Juden geschickt worden waren, nahmen Jesus nun fest. Sie fesselten ihn 13 und brachten ihn als Erstes zu Hannas. Hannas war der Schwiegervater von Kajafas, der in jenem Jahr Hoherpriester war. 14 Kajafas war es gewesen, der den Juden klar gemacht hatte, dass es in ihrem Interesse sei, wenn ein Mensch für das Volk stirbt.15 Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus, ´als er abgeführt wurde`. Dieser andere Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und konnte deshalb bis in den Innenhof des hohepriesterlichen Palastes mitgehen. 16 Petrus aber blieb draußen vor dem Tor stehen“.

Hier wird die Situation etwas genauer beschrieben. Der andere Jünger, was wahrscheinlich für Johannes steht, konnte mit in den Innenhof oder inneren Teil des Gebäudes gelangen, weil er dem Hohen Priester bekannt war. Petrus hingegen musste draußen bleiben. Wenn wir alle Evangelien vergleichen, dann hat sich Petrus vor oder an dem Tor des Hofes / oder Innenhofes nieder gesetzt.
Die Bediensteten das Hohen Priester Hannas bestanden aus Sklaven, Knechten oder Diener, Männer und Frauen die sich um den Palast und das Anwesen kümmerten. Matthäus schreibt in Vers 67, dass Petrus aber draußen im Hof saß; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. Es war eine schwache Magd, ohne besonderen sozial hohen Status die Petrus nun konkret zur „Bedrohung“ wurde. Kein Kämpfer, kein Soldat, keiner der mächtigen Türsteher, sondern eine einfache Magd.
Manchmal sind es eben schon die kleineren „Bedrohungen“, die uns ins Schwitzen bringen. Hier spüre ich meine eigene Schuld, wie ich manchmal Jesus nicht bekannt habe, als ich in einem Gespräch mit Ungläubigen war. Auch ich glaube manchmal, dass ich ein starker Christ bin und merke dabei nicht, dass ich Jesus schon in harmlosen Situationen verleugnet habe. Wie wird es erst sein, wenn Bedrängung und Todesgefahr auf mich einstürzen, wie z. Z. auf unsere Glaubensgeschwister in Nordkorea, Irak,  Syrien oder einigen afrikanischen Staaten.

Johannes berichtet weiter, dass er aus dem Inneren des Hofes zurück geht um Petrus zu holen. Johannesevangelium, Kapitel 18, 16+17:„Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, wieder zurück, redete mit der Pförtnerin und nahm dann Petrus mit hinein. 17 Die Pförtnerin fragte Petrus: »Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Mannes?« – »Nein«, antwortete Petrus, »das bin ich nicht.«“ Durch seine Fürsprache gelingt es Johannes, Petrus mit in den inneren Bereich hinein zu nehmen. Dort können sie als Freunde aus sicherer Entfernung zu schauen, wie Jesus angeklagt und geschlagen wurde. Doch wir müssen auch realisieren, dass sie nicht bis vor den Hohen Priester vorgegangen waren, um als Zeugen FÜR Jesus aufzutreten und auszusagen.
Wenn Jesus am Kreuz sagt, es ist vollbracht, dass musste auch hier Gottes Plan erfüllt werden. Denn es musste alles geschehen, damit Jesus verurteilt würde und er am Kreuz für die Sünden der Menschen sterben konnte. Alles ging schnell. Die Verhaftung und die Verhöre noch in der Nacht. Es war kühl und dunkel und deshalb zündeten die Bediensteten im Hof Feuerstellen an. Die Zuhörer und Schaulustigen, die Knechte und Mägde wollten sich wärmen. Johannes schreibt. Johannesevangelium, Kapitel 18„18+19: „Die Diener ´des hohepriesterlichen Hauses` und die Männer der Tempelwache hatten ein Kohlenfeuer angezündet, weil es kalt war; sie standen um das Feuer herum und wärmten sich. Petrus stellte sich zu ihnen und wärmte sich ebenfalls. 19 Inzwischen befragte der Hohepriester Jesus über seine Jünger und über seine Lehre...“ Nach dem Verhör heißt es im Johannesevangelium, Kapitel 18, Vers 24+25: „Hannas ließ Jesus daraufhin gefesselt vor den Hohenpriester Kajafas bringen. 25 Simon Petrus stand immer noch beim Feuer und wärmte sich. Da wurde er gefragt: »Bist du nicht auch einer von seinen Jüngern?« Petrus stritt es ab. »Ich bin es nicht«, sagte er.
Petrus hatte Jesus nun zum zweiten Mal verleugnet. Matthäus erwähnt diese zweite Verleumdung ebenfalls. Es sieht so aus, dass beim Hinausgehen, also am Ende des Verhörs, diese zweite Verleumdung statt fand.  Matthäus Vers 71 Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. 72 Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht!

Der Evangelist Lukas schreibt, dass die zweite Frage durch einen Mann gestellt wurde. Lukas 22, 58: „Und bald danach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht“! Das veranlasst einige zu glauben, dass es möglicherweise mehrere Verleumdungen durch Petrus gegeben haben muss. Ich hingegen glaube, dass es einfach mehrere Leute waren, die ihn gleichzeitig vor dieser zweiten Verleumdung ansprachen, die alle um das Feuer herumstanden und sich wärmten. „Hey du, sagte beispielsweise die Magd, du gehörst doch zu Jesus und ein daneben stehender, anderer Mann, oder zwei sagten, ja, wir kennen dich, du gehörst bestimmt zu ihn! Und Matthäus berichtet eben von dieser Magd während Lukas von dem Mann schreibt.

Wieder können wir nur bitten, dass der Herr unseren Glauben stärkt. Gerade in der heutigen Zeit, in der auch wir hier in Deutschland als Christen immer mehr unter Anfeindungen und Bedrängnissen zu leiden haben, ist das Gebet um Glaubensstärke die beste Waffe, die uns vor der Verleumdung unseres Herrn Jesus schützt.

Rolf Crede
Pastor Calvary Chapel Lippstadt

Matthäus 26, 69 – 75: „Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. 70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. 71 Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer. 72 Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht! 73 Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich. 74 Da fing er an, sich zu verwünschen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn. 75 Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich“.

Petrus war Fischer, ein harter Bursche. Er besaß ein Haus und somit auch einigen Wohlstand. Petrus gehört mit Johannes und Jakobus zu den „dreien“. Er war der Wortführer: „Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!“ (Matthäus 14, 28) Ihm offenbarte Gott wer Jesus wirklich war. Matthäus 16,16: „Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“. Petrus nahm sich sogar heraus Jesus zu tadeln. Matthäus 16, 22: „Und Petrus nahm ihn (JESUS) beiseite und fing an, ihn zu tadeln, indem er sagte: Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir keinesfalls widerfahren“. Petrus wollte Hütten bauen und stellt immer Fragen. Er wollte überall hingehen wohin Jesus gehen wollte und sagte zu Jesus in Johannes  13,37 :Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen“.
Was für ein Haudegen? Was für ein knallharter Fischer, der das Schwert zog, mit dem er noch nicht einmal umgehen konnte und haute dem Knecht das Ohr ab, anstatt ihm einen ordentlichen Todesschlag zu versetzten. Johannes 18,10: „Simon Petrus nun, der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Knechtes aber war Malchus“.
Und es war Petrus, der nach der Auferstehung Jesu das Wort ergriff, als die Jünger zusammen kamen und sich bald die erste Gemeinde gründete. Doch bevor Petrus, geführt durch den Heiligen Geist aufstehen konnte um seine mächtige Pfingstpredigt zu halten, musste er erst durch ein tiefes Tal, durch ein trauriges Kapitel in seinem Leben als Nachfolger und Jünger gehen. Er musste seine Schwachheit erkennen und, dass er ohne Jesus nichts konnte. Nur Jesus allein würde ihn durch den Heiligen Geist stark werden lassen. Nur mit und in Jesus würde er Jesus predigen und das Evangelium in der Kraft des Heiligen Geistes verkündigen können.

Seine Eigenschaften, seine Kraft und sein handwerkliches Geschick, drei Jahre lang die Lehre bei Jesus erhalten, konnten ihn nicht davor bewahren, Jesus zu verleugnen. Seine Schwäche wurde offenbar.
Ebenso Judas. Auch er hatte Jesus verleugnet, in dem er ihn verriet. Judas ging jedoch von Jesus weg, siehe Johannes 13, 30, um Jesus zu verraten. Er ging, um seine Tat zu vollenden.
Petrus hingegen ging von Jesus weg und weinte bitterlich. Er fing an Buße zu tun. Petrus bereute seine Tat bitterlich und erkannte seine eigene Schwachheit. Das war der Anfang seines Weges mit Gott. Dieser Weg begann mit Buße, mit bitterem Weinen über die eigene Unfähigkeit, Sünde und Schuld, die er mit der Verleugnung von Jesus auf sich genommen hatte.

Es ist ein großer Fehler wenn wir auf unsere eigenen Fähigkeiten bauen. Vielleicht versuchst du einmal in dieser Woche ganz neu auf Jesus zu schauen. Bete, rede mit IHM und bitte IHN, dass Er dir deine Schwächen zeigt und dir zeigt, wie Er in dir stark sein kann.

Rolf Crede
Pastor Calvary Chapel Lippstadt

Matthäus 26, 17-25: „Aber am ersten Tage der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's? 23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre“.

Nachdem nun alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, begann das Essen. Und Jesus eröffnet den Jüngern eine unangenehme Wahrheit. Vers 20: „Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten“. Wir wissen, dass es Judas war, der Jesus verraten würde. Judas, der so optimale Startbedingungen in seinem Leben als Jünger Jesus hatte. Wer würde sich nicht darüber freuen, wenn er in der direkten Jüngerschaft Jesus leben könnte. Von Gott selbst gelehrt und unterwiesen zu werden war ein riesiges Vorrecht. Und doch tappt Judas in die Falle Satans. Das Problem welches Judas hatte war in seinem Falle das Geld. Eine der drei großen Gefahren die jeden Jünger und besonders jeden Leiter auch heute in der christlichen Gemeinde zum Fallstrick werden können. Geld, Macht und Sex.
Diese drei benutzt Satan um uns Christen zu Fall zu bringen. Lukas 16 bezeichnet beispielsweise die Pharisäer als geldgierig. Mit Speck fängt man Mäuse und mit Geld fängt der Satan Seelen. Du kannst nur Gott oder dem Mammon dienen. Lukas 22, berichtet wie Judas wegen 30 Silberstücke Jesus verriet.
Johannes 12 berichtet: „Empört` sagte Judas Iskariot, der Jünger, der Jesus später verriet: 5 »Warum hat man dieses Öl nicht verkauft? Man hätte dreihundert Denare dafür bekommen und das Geld den Armen geben können!« 6 Er sagte das nicht etwa, weil ihm die Armen am Herzen lagen, sondern weil er ein Dieb war. Er verwaltete die gemeinsame Kasse und entwendete immer wieder etwas von dem, was hineingelegt wurde“.
Um es deutlich zu machen, Geld an sich ist nicht schlecht. Nur der Umgang damit kann für uns zum Problem werden. Jesus möchte nicht, dass alle Menschen arm sind. Wir lesen in der Bibel von vielen Menschen, die von Gott durch Reichtum gesegnet wurden. Doch wem viel gegeben ist der muss auch verantwortlich vor Gott damit umgehen.

Und darin liegt das Problem. Ich bin wirklich froh, dass ich mit der Gemeindekasse und dem Zugriff darauf nicht alleine bin. Da ist erst einmal der Gemeindeältester, der ein prüfendes Auge auf die Kasse hat und unser Kassierer, der als Finanzbeamte die Kasse verwaltet. Es sind immer zwei Gemeindeglieder, die die Kollekte am Sonntag zählen. Und auch die Mitarbeiterin im Gemeindebüro sieht was die Gemeindeleitung so mit dem Geld anstellt. Und dann sind da noch die jährlichen Kassenprüfer. Das alles hat nichts mit Misstrauen zu tun, sondern dient als  Schutz und Sicherheit.

Vor einigen tagen passierte mir etwas während ich tagsüber über den heutigen Predigttext nachdachte. Als ich mich im Sporttraining umzog, bemerkte ich, dass jemand vergessen hatte seinen Spind zuzuschießen. Der Schlüssel steckte und Geldbörse, Handy und Scheckkarte waren zum Greifen nahe. Ich war alleine im Raum. Jetzt war die Versuchung groß. Ich bin Jesus dankbar – ER kam mir sofort in den Sinn – denn ich schloss den Spind zu und gab den Schlüssel an der Rezeption ab. Satan versucht uns. Mit Geld, Macht und Sex. Du willst mehr Geld, mehr Macht mehr Lust? Satan wird dir die falschen Brocken vor die Füße werfen und du brauchst nur zuzubeißen, zuzugreifen. Er bringt dich zu Fall. Wenn Gott dir Macht in einer Position gegeben hat dann passe auf, dass du sie richtig einsetzt und, dass du Macht und Dienen nicht verwechselt. Macht ohne Gottes Liebe ist Missbrauch!
Wenn dir Sex und mehr Lust außerhalb der Ehe angeboten wird, wenn Pornographie in deinem Leben Einzug hält, dann wird es Zeit an deiner Ehe zu arbeiten und mit der Hilfe Gottes von dieser außerehelichen Anfechtung wegzukommen. Deshalb schau auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens. Nur in einer engen und festen Beziehung zu Jesus kannst du dich vor solchen Angriffen schützen, ohne dabei zu Fall zu kommen.

Den Jüngern war nicht bekannt wer der Verräter sein würde. Zuerst hatten sie sich mit dem Tod Jesus auseinandersetzen müssen. Denn Jesus hatte ihnen angekündigt, dass er sterben würde. (26, 1). Doch jetzt kam noch der Umstand dazu, dass jemand aus den eigenen Reihen Jesus verraten würde.
Vers 23 und 24: „Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird!
Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre“.
Man kann sich vorstellen, dass das zu einer großen Verwirrung unter den Jüngern führte. Jemand würde Jesus verraten. Ein Jünger der hier im Saal platz genommen hatte? Judas zeigt aber auch das gleiche Verhalten wie wir es heute vielleicht zeigen, wenn wir drohen aufzufliegen. Judas leugnet bis zum Schluss.

Denkt mal an irgendwelche Promis oder Politiker, die bis zum Schluss sagten, sie seien es nicht gewesen, sie schwören bis zum Schluss: >>Nein, Nein ich war es nicht<< und flogen dann doch auf. Lasst uns beten, dass Jesus uns vor einem solchen Verhalten bewahrt. Manchmal ist es unglaublich, wenn sich Menschen von Jesus abwenden, auch wenn sie schon lange mit IHM unterwegs waren. Das trifft uns in der Gemeinde immer wieder sehr hart. Manchmal verlassen Geschwister die Gemeinde und gehen in eine andere Gemeinde. Das ist erst mal völlig in Ordnung, solange sie sich nicht von Jesus entfernen. Besonders schmerzhaft ist es jedoch, wenn sie ihren Glauben plötzlich verleugnen und  Schuld abstreiten.
Ich habe keine endgültige Antwort darauf, was in einem solchen Fall mit der betreffenden Person passieren wird. Für uns bleiben da viele Fragen offen. Wir können nur auf die Gnade Gottes hoffen und für die betroffene Person beten. Ein Urteil, eine Verurteilung dieser Person sollten wir aber tunlichst vermeiden. Jesus ist der Richter. Schlimm allerdings ist das Urteil, welches Jesus über Judas den Verräter spricht. Es heißt in Vers 24: „Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre“.
Diese ganze, teilweise wie ich finde, bizarre Situation wird sehr eindrücklich im Johannesevangelium  beschrieben. Johannes 13, 21ff: „Danach erklärte Jesus, bis ins Innerste erschüttert: »Ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.« 22 Die Jünger sahen sich bestürzt an; sie konnten sich nicht denken, von wem er sprach. 23 Der Jünger, den Jesus besonders liebte, (Anmerkung: Das war wohl Johannes) hatte bei Tisch seinen Platz unmittelbar an Jesu Seite. 24 Simon Petrus gab ihm durch ein Zeichen zu verstehen, er solle Jesus fragen, von wem er gesprochen habe. 25 Da lehnte sich jener Jünger so weit zu Jesus hinüber, dass er ihn ´unauffällig` fragen konnte: »Herr, wer ist es?« – 26 »Ich werde ein Stück Brot in die Schüssel tauchen«, antwortete Jesus, »und der, dem ich es gebe, der ist es.« Er nahm ein Stück Brot, tauchte es in die Schüssel und gab es Judas, dem Sohn von Simon Iskariot 27 Sowie Judas das Brotstück genommen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm. Da sagte Jesus zu Judas: »Tu das, was du vorhast, bald!« 28 Keiner von denen, die mit am Tisch waren, verstand, weshalb er das zu ihm sagte. 29 Da Judas die gemeinsame Kasse verwaltete, dachten einige, Jesus habe ihm den Auftrag gegeben, das einzukaufen, was für das Fest nötig war, oder er habe ihn angewiesen, den Armen etwas zu geben. 30 Als Judas das Brot gegessen hatte, ging er sofort hinaus. Es war Nacht“.

Jesus wurde verraten. So mancher der das Evangelium hörte verriet Jesus, in dem er abwinkte, ablehnte, lächelte und über die Verkündigung spottete. „Bleib mir bloß mit deinem Jesus weg!“ Doch wie viel mehr wiegt der Umstand, wenn ein Mensch wie Judas Jesus angenommen hat und mit IHM lebt und IHN dann verrät. Charles Spurgeon schreibt und damit möchte ich abschließen: „Der vereinbarte Preis, dreißig Silberlinge, war der Preis für einen Sklaven; er zeigte, wie geringen Wert die Hohen Priester auf Jesus legten, und enthüllte auch die Habgier des Judas, der für eine so kleine Summe seinen Herrn verkaufte. Doch haben viele Jesus für einen geringeren Preis verkauft, als den, welchen Judas erhielt; … Lasst uns, die wir mit Christus teurem Blut erkauft sind, Ihn hoch schätzen, hoch von Ihm halten und Ihn hoch preisen. Wenn wir mit Scham und Schmerzen an diese dreißig Silberlinge denken, so lasst uns Ihn nie unterschätzen oder den unvergleichlichen Wert Dessen vergessen, der nicht höher als ein Sklave geachtet wurde. ...Ein Mensch kann Jesu sehr nahe kommen, ja, er kann seine Hand in dieselbe Schüssel mit dem Heiland tauchen, und Ihn doch verraten. Wir mögen ein hohes Amt haben und anscheinend sehr nützlich wirken, wie Judas es tat; dennoch können wir Christus verraten. ...Das Schicksal des Judas ist schlimmer als Nicht-Dasein. Mit Christus Gemeinschaft gehabt zu haben, wie er, und Ihn dann den Händen seiner Feinde zu überliefern, das besiegelte das ewige Geschick des Verräters[1].
Danke doch einmal heute persönlich in deinem Gebet Jesus für die Gnade, die er dir gegenüber entgegen gebracht hat. Wenn du dich an Jesus hältst, dann hat Satan keinen Halt, kein Anrecht auf dich. Die Nähe zu Jesus bewahrt uns vor den Gefahren des Feindes.

Wenn du Fragen hast, dann kannst du mich gerne kontaktieren.

Rolf Credé
Pastor Calvary Chapel Lippstadt
office(at)cc-lp.de

[1]http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:s:spurgeon:d:dedr:kapitel_26dedr&s[]=judas

Matthäus 26, 17-25: „Aber am ersten Tage der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. 21 und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's? 23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre“.

Jesus war in Bethanien, zwei bis drei Kilometer östlich von Jerusalem, im Hause Simons des Aussätzigen. Von dort aus konnte man den Tempel sehr wahrscheinlich nicht sehen. Für das Passahfest war das jedoch wichtig, wie wir später noch hören werden. Was nun passierte können wir an fünf verschiedenen Stellen in der Bibel nachlesen. Alle Stellen zusammen ergeben ein recht genaues Bild von dem, was am Abend vor dem Passahfest geschah.
- Markus 14, 12f; Lukas 22, 7f; Johannes 13; 1. Korinther 11, 23f
Die Berechnung des genauen Tages und was der erste Tag der ungesäuerten Brote war bleibt ein bisschen unklar. Zu jener Zeit wurden unterschiedliche Kalender benutzt. Möglicherweise taten das auch die Evangelienschreiber. Der jüdische Tag begann am Abend. So ist dieser Tag oder Abend, als Übergang zum eigentlichen Freitag zu sehen, an dem Jesus starb. Das das essen des Passahlamm nicht erwähnt wird, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass es nicht geschah. Würden wir über einen solchen Festabend berichten, würden wir selbstverständlich davon ausgehen, dass das entsprechende Essen da gewesen und, dass es auch verzehrt wurde. 

Frietz Rienecker schreibt zum Vorabend des Passahfests: „Das Wort „Passah“ oder „Fest der ungesäuerten Brote“ bezieht sich auf das ganze sieben – bez. achttägige Fest. Der erste Tag des Festes der ungesäuerten Brote ist nicht der Tag, an dem das Passahlamm geschlachtet und gegessen wird, sondern der Tag zuvor, also der Donnerstag. An diesem Tag muss ungesäuertes Brot gegessen werden….Es findet also an ihm ein pflichtgemäßes Mahl und zwar am Abend statt, und mit diesem Eröffnungsmahl beginnt die Feier des Festes der ungesäuerten Brote. An dieses Eröffnungsmahl ist hier zudenken und nicht an das eigentliche Passahmahl, d. h. an das Essen des Osterlammes“ .

Die Evangelisten berichten über das, was außergewöhnlich war. Sie berichten über die Identifizierung des Verräters und, dass Jesus uns eine Anweisung gabt, dass wir das Abendmahl feiern sollen. Lukas 22: „Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; 18 denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. 19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!“

Das Essen am Passahfest war ein Essen, welches durch verschiedene Abläufe geregelt war. Es gab beispielsweise unterschiedliche Kelche aus denen man trank, saure, bittere Kräuter, die man als eine „Art Vorspeise“ einnahm und das eigentliche Passahlamm. Die Verse 17-19 beschäftigen sich mit der Vorbereitung des Festessens: „Wo willst du, dass wir dir das Passahlamm zum Essen bereiten? 18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passahlamm.

Da Jesus über kein Haus in Jerusalem verfügte, musste ein geeigneter Platz gefunden werden. Rabbinische Vorschriften machten deutlich, dass das Haus in Jerusalem liegen,  oder, wenn es außerhalb der Stadt läge, musste zumindest der Blick auf den Tempel gewährleistet sein. Deshalb fragen die Jünger Jesus, wo sie das Mahl vorbereiten sollten. Jesus schickt sie los um einen geeigneten Platz zu finden. Das er dabei den Namen des Hauseigentümers und dessen Anschrift nicht nennt ist interessant. „Geht hin die Stadt“. Gott hatte schon längst vorherbestimmt wer diesen Saal zu Verfügung stellen würde, wo das Mahl stattfinden sollte. Jesus schickt die Jünger jedoch los ohne Genaueres zu verlautbaren. Geht hin und ihr trefft einen „so und so“ oder ihr werdet ihn daran erkennen, dass er einen Wasserkrug trägt. Diese unklare Angabe hatte zur Folge, dass der Verräter an die Jüngergruppe gebunden blieb. Hätte Jesus gesagt, geht beispielsweise in diese oder jene Gasse, in das gelbe Haus mit der Nummer 5, dann hätte Judas diese Information sofort  weitergeben können. Dies wiederum hätte möglicherweise zur Folge gehabt, dass man Jesus beim Passahmahl gestört hätte. Das die Pharisäer einen sofortigen Zugriff und die Gefangennahme veranlasst hätten. Aber der Zeitpunkt der Festnahme und Hinrichtung Jesu war genau festgelegt. So blieb Judas nichts anderes übrig, als mit den Jüngern zu gehen und sich auf die Suche nach dem Haus und den geeigneten Saal zu machen.

Denn als die Jünger das Haus endlich gefunden hatten, bereiteten sie das Mahl vor. Hätte Judas sich jetzt davon gemacht, dann hätte er sich vor den Jüngern rechtfertigen müssen, warum er gerade jetzt die Gruppe verlassen wolle. Der Verrat wäre umgehend aufgeflogen. Judas wollte das jedoch bis zum Schluss vermeiden. Selbst während des Essens in Vers 22 versuchte er den Verrat noch zu vertuschen; „ Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's?“
Das Lukasevangelium Kapitel 22 Vers 12 zeigt uns noch etwas näher, wie es damals bei einem solchen Mahl zuging: „Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern versehen ist; dort bereitet es. 13 Sie gingen hin und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm. 14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm.“

Man lag zu Tisch, sodass Aussagen wie, „der Jünger der an Seiner Brust lag“ sinnvoll werden, wenn man bedenkt, dass beim Liegen zwangsläufig eine Person die Fußseite und der Andere die Oberkörperseite zugewandt bekam. Der Saal war mit Polstern ausgelegt. Durchaus eine angenehme Umgebung. In diesem Vers wird aber deutlich, dass das Passahlamm da war, dass Jesus jedoch später offenbar viel mehr Bedeutung auf das Brot und den Wein legte. Denn das eigentliche Opferlamm, dass endgültige und letzte würde Jesus, ER selbst sein. Jesus, dass Lamm Gottes, dass für unsere Schuld hingegeben wurde. Das Lamm Gottes welches unsere Schuld des Lebens trägt. Das Blut des Lammes, das stellvertretend für unser Blut vergossen wurde und uns freimacht von aller Schuld.
Epheser 1,7 picture
Wir sollten nicht vergessen, dass das Blut des Lammes und frei macht. Das wir nichts tun können um gerecht vor Gott zu stehen als zu glauben, dass Jesus für uns starb. Und das durch die Überwindung des Todes, durch die Auferstehung, jeder der an Jesus glaubt, IHM glaubt, mit genommen wird in das ewige Leben in Herrlichkeit und Ewigkeit. Es ist nicht durch uns sondern nur durch Jesus geschehen.

Epheser 2, 8: „Denn durch die Gnade seid ihr gerettet worden aufgrund des Glaubens. Dazu habt ihr selbst nichts getan, es ist Gottes Geschenk 9 und nicht euer eigenes Werk. Denn niemand soll sich etwas auf seine guten Taten einbilden können“.

Glaubst du das? Wenn du Fragen hast, dann kannst du mich gerne kontaktieren.

Rolf Credé
Pastor Calvary Chapel Lippstadt
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Matthäus 26, 1-16: „Und es geschah, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: 2 Ihr wisst, dass nach zwei Tagen das Passah ist, und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. 3 Dann versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes in dem Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß, 4 und ratschlagten miteinander, um Jesus mit List zu greifen und zu töten. 5 Sie sagten aber: Nicht an dem Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entstehe. 6 Als aber Jesus in Betanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen, 7 kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte, und goss es aus auf sein Haupt, als er zu Tisch lag. 8 Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? 9 Denn dies hätte teuer verkauft und der Erlös den Armen gegeben werden können. 10 Als aber Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan; 11 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 12 Denn als sie dieses Salböl über meinen Leib goss, tat sie es zu meinem Begräbnis. 13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis. 14 Dann ging einer von den Zwölfen, Judas Iskariot mit Namen, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber setzten ihm dreißig Silberlinge fest. 16 Und von da an suchte er Gelegenheit, ihn zu überliefern“.
Hast du dich schon einmal zu einer solch außergewöhnlichen Glaubenstat hinreißen lassen – oder besser – durch Gottes Geist leiten lassen? Sagt uns die Bibel nicht auch, dass wir in der letzten Zeit leben und Jesus bald wiederkommt. Ich denke, dass wir nur allzu oft in unserer Komfortecke unser Lebens sitzen und unser Christsein genießen. Wir leben als Kleinkinder im Glauben, ohne uns jemals auf den Weg zur vollen Christenreife aufzumachen. Lass mich in Ruhe. Hier gefällt es mir, bitte nicht stören! Wir lassen Jesus nicht an unser Leben heran, denn ER könnt ja was ändern. Wir ziehen uns zurück in unser bequemes, religiöses Gefühl, ohne dabei einmal aus uns heraus zu gehen um etwas ganz besonderes für Jesus zu leisten.
Es gibt ganz viele Beispiele in der Bibel, in denen Menschen etwas außergewöhnliches für Jesus oder für Gott taten. Petrus und Matthäus verließen ihre Arbeitsplätze, Paulus gab seine Karriere auf. Stephanus gab sein Leben, König David schlug die Philister, Noah baute eine Arche gegen den Widerstand der Menschen, Elias verließ seine Feldarbeit, nahm das Gespann Rinder und schlachtete sie, und mit dem Geschirr der Rinder briet er ihr Fleisch und gab es den Leuten, und sie aßen. Dann machte er sich auf und folgte Elia und diente ihm. Es gab aber auch Leute wie du und ich die die Bibel erwähnt. Menschen, die etwas Außergewöhnliches für Gott taten. Ihr Name wird noch nicht einmal erwähnt. Aber dieses Außergewöhnliche hat Gott bewegt, dass es in der Bibel erwähnt wird. Auch wenn du keinen Einzug mehr in die Bibel finden wirst, wird Außergewöhnliches für Jesus dir bei Gott trotzdem hoch angerechnet.
Der Waffenträger von Jonathan, dem Sohn Sauls war eine solche Person. Auszüge aus
1. Samuel 14, 1ff: „Eines Tages sagte Jonathan, der Sohn Sauls, zu seinem jungen Waffenträger: »Komm, wir wollen zum Posten der Philister dort drüben gehen.« Seinem Vater sagte Jonathan jedoch nicht, was er vorhatte. 2 Saul und die 600 Männer, die bei ihm waren, lagerten am Rand des Gebietes von Gibea unter dem Granatapfelbaum in Migron...Niemand bemerkte, dass Jonathan weggegangen war. 4 Um zu dem Posten der Philister zu gelangen, musste er einen Weg zwischen zwei Felsklippen entlanggehen; die eine nannte man Bozez und die andere Senne. 6 »Komm, lass uns zu dem Posten dieser Gottlosen hinübergehen«, sagte Jonathan zu seinem jungen Waffenträger. »Vielleicht wird der Herr uns helfen, denn den Herrn kann nichts aufhalten. Er kann eine Schlacht gewinnen, ganz gleich, ob er viele oder nur wenige Krieger hat!«
7 »Tu, was du für das beste hältst«, antwortete der Waffenträger. »Ich bin an deiner Seite, was immer du vorhast.« 8 »Gut«, meinte Jonathan. »Wir gehen zu den Männern hinüber und zeigen uns ihnen. 9 Wenn sie zu uns sagen: `Bleibt, wo ihr seid, bis wir bei euch sind, bleiben wir stehen und gehen nicht zu ihnen hinauf. 10 Wenn sie aber sagen: `Kommt herauf zu uns´, gehen wir hinauf. Das soll das Zeichen des Herrn sein, dass er uns hilft, sie zu besiegen.« 11 Als sich die beiden den Posten der Philister zeigten, riefen diese: »Seht! Die Hebräer kriechen aus ihren Löchern, in denen sie sich versteckt hielten!« 12 Und sie riefen Jonathan und seinem Waffenträger entgegen: »Kommt herauf, wir werden euch eine Lektion erteilen!« »Komm, klettere hinter mir«, sagte Jonathan zu seinem Waffenträger, »der Herr hat sie in die Hand Israels gegeben!«
13 Sie kletterten auf Händen und Füßen hinauf. Da prallten die Philister vor Jonathan zurück und sein Waffenträger, der hinter ihm ging, tötete sie. 14 So töteten Jonathan und sein Waffenträger bei diesem ersten Angriff etwa 20 Mann auf einer halben Furchenlänge eines Joches Acker1. 15 Da brach im Heer der Philister Panik aus - sowohl im Lager als auch auf dem Feld, unter den Wachen und den Stoßtrupps. Dann bebte die Erde und alle waren außer sich vor Entsetzen über Gottes Handeln...20 Und Saul und seine Männer stürzten sich in die Schlacht und sahen, dass die Philister sich gegenseitig töteten. Es herrschte eine sehr große Verwirrung….23 So rettete der Herr an jenem Tag Israel und die Schlacht erstreckte sich bis über die Grenzen von Bet-Awen hinaus“.
Dieser junge Waffenträger riskierte alles. Er hätte zurück gehen können, hätte sich an Saul wenden können. „Dein Sohn hat einen total verrückten Plan, wir werden dabei draufgehen“. Aber er tat etwas Außergewöhnliches. Er vertraute auf Gott, weil er wusste, dass Jonathan mit Gott war, dass Jonathan auf Gott vertraute und so ging er mit, weil Gott durch das Zeichen mit ihnen war. Wann ist die Zeit, dass wir etwas Außergewöhnliches tun? So wie dieser Waffenträger oder wie Maria, die als Frau sich Jesus näherte und das kostbare Öl gegen den Widerstand der Jünger hingab!
Es ist an der Zeit, dass wir unser Licht als Christen leuchten lassen. Dass wir aus Glauben und nicht aus Aktionismus heraus, vielleicht trotz aller Bedenken
- eine außergewöhnliche Arbeit unter Obdachlosen starten um ihnen für Jesus von Jesus zu berichten.
- Oder es ist an der Reihe ein christlich geführtes Café zu eröffnen und sich für Jesus in dieser Arbeit ganz hinzugeben. Egal was die Freunde, der Chef oder die Nachbarn dazu sagen.
„Oh man“, denkst du jetzt, dass ist eine Nummer zu groß für mich? Wie wäre es, wenn du Jesus bittest, dass ER dir zeigt, wo deine besonderen Gaben sind, damit du bereit wirst dein „Alabasterfläschen“ für Jesus und Seine Mission zu opfern. Wir sollten einmal darüber nachdenken! Diese außergewöhnliche Tat von Maria fand Einzug in die Bibel und Jesus sagte, dass diese Handlung überall auf der Welt, wo sein Evangelium verkündigt wird, erwähnt wird. Warum möchtest du nicht einmal für Jesus etwas Außergewöhnliches, etwas völlig unerwartetes aus Glauben tun.
- Waffel und Marmelade verkaufen und den Erlös den Waisenkindern in Phnom Phen schenken
- Einen Flohmarkt organisieren und den Erlös Pastor Drew spenden
- Kinderstunden in der Woche für Asylantenfamilien organisieren und ihnen das Evangelium erklären
Ganz gleich was dir Gott auf das Herz legt! Einfach mal dein Sporttraining, die VHS oder den Kinoabend opfern und dafür regelmäßig am Lobpreis und Bibelstudium teilnehmen?  Was könnte deine außergewöhnliche Liebestat für Jesus sein? So wie Maria die anderen in Erstaunen setzten und aus Liebe zu Jesus etwas großes für Jesus hingab! Ich möchte euch ein wenig kitzeln, herausfordern, damit ihr aus eurer Komfortzone heraus kriecht. Springt über euren Schatten und gebt euch Jesus Christus aus Glauben hin. Und vielleicht möchtest du etwas tun, was noch niemand vorher angedacht hat. Sag es, tue es! Fang endlich damit an. Lass für dich beten, teile es mit deinen Geschwistern und suche Gott, der deine Wege leiten wird.
Im Epheserbrief Kapitel 5 werden uns Hinweise gegeben, wie wir unser Leben führen sollen: „Werdet also Nachahmer Gottes - ihr seid doch seine geliebten Kinder.
Vers 2 und lasst euer Verhalten von der Liebe bestimmen, so wie auch der Messias seine Liebe bewiesen hat, als er sein Leben für uns hingab. Er brachte sich als eine Opfergabe dar, an der Gott großes Gefallen hatte…
Vers 10 Fragt immer danach, was dem Herrn gefällt,
Vers 15 Achtet also genau darauf, wie ihr euer Leben führt - nicht als törichte, sondern als weise Menschen!
Vers 16 Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt, denn wir leben in einer bösen Zeit.
Vers 17 Seid also nicht leichtsinnig und gedankenlos, sondern begreift, was der Herr von euch will!
Vers 18 ... lasst euch vom Geist Gottes erfüllen!
Vers 19 Das geschieht, indem ihr euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und anderen geistlichen Liedern ermutigt; indem ihr aus vollem Herzen dem Herrn singt und musiziert;
Vers 20 indem ihr Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus allezeit und für alles dankt; 21 indem ihr euch in der Ehrfurcht vor Christus einander unterordnet“.
Ich denke, dass das einige klare Anweisungen sind, die uns aus unserem Wohlfühlchristentum herausreißen sollen, damit wir ein geheiligtes Leben für Jesus führen. Damit wir durch Seinen Heiligen Geist bereit werden, für IHN etwas besonderes zu sein. Jesus spricht von einem guten Werk der Maria. Lebe du in Jesus ein gutes Werk für IHN.
Vers 14 hingegen berichtet vom Gegenteil! „Danach ging einer der Zwölf, Judas Iskariot, zu den führenden Priestern 15 und sagte: »Was gebt ihr mir, wenn ich dafür sorge, dass ihr Jesus in eure Gewalt bringen könnt?« Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. 16 Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten“.
Für ca. einen Monatslohn wird der Jünger Jesus zum Verräter.
Gebet: HERR, hilf uns von dem Unglauben, dem Schrecklichen wegzusehen und auf die Glaubenstat der Maria zu schauen. HERR, zieh uns hinaus aus unserer Sattheit unseres Leben als Christen und führe uns zu einem lebendigen Leben in Jesus Christus. Gib uns Mut aus dem Schatten der Selbstgefälligkeit herauszutreten und neue, großartige Dinge für dich zu tun.
Rolf Crede, Pastor Calvary Chapel Lippstadt

Matthäus 26, 1-16: „Und es geschah, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: 2 Ihr wisst, dass nach zwei Tagen das Passah ist, und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. 3 Dann versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes in dem Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß, 4 und ratschlagten miteinander, um Jesus mit List zu greifen und zu töten. 5 Sie sagten aber: Nicht an dem Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entstehe. 6 Als aber Jesus in Betanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen, 7 kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte, und goss es aus auf sein Haupt, als er zu Tisch lag. 8 Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung? 9 Denn dies hätte teuer verkauft und der Erlös den Armen gegeben werden können. 10 Als aber Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan; 11 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 12 Denn als sie dieses Salböl über meinen Leib goss, tat sie es zu meinem Begräbnis. 13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis. 14 Dann ging einer von den Zwölfen, Judas Iskariot mit Namen, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber setzten ihm dreißig Silberlinge fest. 16 Und von da an suchte er Gelegenheit, ihn zu überliefern“.
Matthäus beginnt mit der Feststellung, dass Jesus seine Reden beendet hatte. Jesus wollte die Jünger für die zukünftigen Ereignisse wach rütteln. Sie sollten verstehen, dass sie sich vorbereiten, dass sie in der Bereitschaft für die Wiederkunft und das kommende Endgericht leben sollten.
Jesus gab ihnen das Beispiel von dem treuen und klugen Knecht, der im Gegensatz zum bösen Knecht bereit war, seinem Herren in würdiger weise zu begegnen. Der untreu und böse sagte sich hingegen in seinem Herzen, es wird noch lange dauern bis mein Herr wiederkommt. Mit dem Gleichnis der zehn Jungfrauen wurde für die Jünger der Unterschied deutlich, der durch das verändernde Wirken des Heiligen Geistes im Leben eines Christen sichtbar wird. Wer den Heiligen Geist empfängt, der ist bereit wenn der Herr wiederkommt. Es ist die Wandlung vom untreuen zum treuen Knecht. Und dann hatte Jesus ihnen gezeigt, dass ein Mensch in seinem Leben vom Heiligen Geist geführt wird, dass er seine Talente, seine Gaben ganz nach dem Willen Gottes einsetzen kann. Es ist ein Leben mit Jesus. Gott wird jeden nach seinen Fähigkeiten begaben. Zum Schluss hatte Jesus deutlich werden lassen, das die Entscheidung mit oder ohne Jesus, mit oder ohne den Heiligen Geist zu leben, große Auswirkungen auf deine Situation im Endgericht haben wird. Er sagte im Kapitel 25 ab Vers 31: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und mit ihm alle Engel, dann wird er in königlichem Glanz auf seinem Thron Platz nehmen. 32 Alle Völker werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie der Hirte die Schafe und die Ziegen voneinander trennt. ...So werden sie an den Ort` der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber werden ins ewige Leben eingehen.“
Jesus würde sterben und die Jünger würden zurückbleiben und auf die Führung und Leitung des Heiligen Geistes vertrauen müssen. In Vers 2 sagte Jesus: „Ihr wisst, dass nach zwei Tagen das Passah ist, und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. Um die Situation noch deutlicher werden zu lassen, schreibt Matthäus direkt über die Reaktion der Hohen Priester und Älteste, die sich praktisch zeitgleich zeigte. Sie beratschlagten, wie sie Jesus töten könnten. Denn für sie war klar, dass das was Jesus gesagt hatte, aus ihrer Sicht untragbar war. Ihr Ratschlag war geprägt durch eine Haltung der verhärteten Herzen. Matthäus schreibt, dass sie mit List versuchten Jesus zu ergreifen und, dass sie auch überlegten, wie sie IHN umbringen könnten. Ein Hindernis gab es jedoch und das war das Passahfest.
Zum Passahfest befanden sich über eine Millionen Menschen in der Stadt. Eine Aufruhr des Volkes in der Sache Jesu wollten sie nicht riskieren. Zu groß wäre die Gefahr gewesen, dass sie Ärger mit der römischen Besatzungsmacht bekommen hätten. Es ist kein Zufall, dass die Kreuzung und der Tod Jesus zeitgleich mit dem Passahfest zusammen fielen. Das Passahfest war das große Fest, welches das Volk Israel an den Auszug aus Ägypten erinnern sollte. Es war die Pflicht eines gläubigen Juden an diesem Fest nach Jerusalem zu pilgern. Über die Entstehung und Bedeutung des Passahfestes lesen wir in 2. Mose 12, 1ff:
In Auszügen: „Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten: 2 Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres! 3 Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am Zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm für ein Vaterhaus, je ein Lamm für das Haus! 4 Wenn aber das Haus für ein Lamm nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen. 5 Ein Lamm ohne Fehler, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen...Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden schlachten. 7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen. 8 Das Fleisch aber sollen sie noch in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und dazu ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. ...11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Hast. Ein Passah für den HERRN ist es. 12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR. 13 Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. 14 Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für all eure Generationen sollt ihr ihn feiern“.
Das Lamm, welches als Opfer diente und dessen Blut, dass das Volk Israel vor dem Gericht schützte, war ein Vorschatten auf Jesus. Denn Jesus war das letzte, endgültige Lamm Gottes, welches für die Schuld eines jeden Menschen geopfert wurde. Jesus ging ans Kreuz für unsere Schuld und Sein Blut reinigte uns, setzte uns frei vor dem Gericht Gottes. 1. Petrus 1, 19: “Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, 19 sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken“.
Mit List erfüllt versuchten die führenden Männer Israels und der Hohe Priester Jesus zu ergreifen und ihn zu töten. Als Hoher Priester wurde er für eine bestimmte Zeit gewählt, behielt aber den Titel weiter, auch wenn ein neuer Hoher Priester gewählt wurde. Kaiphas hatte ein besonderes Händchen um sich durch diplomatische Bemühungen bei den Römern beliebt zu machen. So konnte er sich mehr als 10 Jahre im Amt halten. Er hatte sogar einen eigenen Palast, in dessen Hof sich die Versammlung ereignete. Kaiphas gehört neben Pilatus zu den wichtigsten Personen, die die Hinrichtung Jesus vorantrieben. Er war vielleicht mehr Politiker als Geistlicher und wurde zum ersten Verfolger der entstehenden Gemeinde. Später stürzten die Römern ihn gemeinsam mit Pilatus im Jahre 36 n. Chr. In dieser, von dem nahen Tod Jesu geprägten Situation, in all diesen Wirren um die baldige Festnahme von Jesus, berichtet uns Matthäus von einem Ereignis, welches sich wohltuend abhebt von den sonst so dramatischen Umständen. Vers 6: “Als aber Jesus in Bethanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen, 7 kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte, und goss es aus auf sein Haupt, als er zu Tisch lag”.
Die Salbung von Jesus, kurz vor seinem Tod wird uns ebenfalls in Markus 14, 3 und Johannes 12 berichtet. Bei dem ähnlich klingenden Bericht in Lukas 7, 36 handelt es sich jedoch um ein ganz anderes Ereignis. In Johannes 12 erfahren wir noch einige Details mehr über die Salbung durch Maria: „Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. 2 Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Martha diente; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. 3 Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböls erfüllt“.
Die Frau war Maria, die Schwester von Lazarus und Martha. Sie tat etwas besonderes, etwas außergewöhnliches. Nach Markus 14,3 war es das besondere Nardenöl. Narde ist eine duftende, sehr starke aromatische Pflanze, die im Himalaja, meist über 3500 Meter wächst. Mit aus Indien stammenden Nardenöl Handelte man schon zur Zeit Salomos. Der Preis für diese Menge entsprach dem eines Jahreslohns. Man bewahrte das Öl in  Alabasterfläschen auf. Das war marmorähnlicher Gips, leicht zu bearbeiten und man konnte die Oberfläche glänzend polieren. Die Fläschchen waren ohne Henkel, gut geeignet für Salben und Ölen. Die Jünger, und nach Johannes 12, 5 besonders Judas Iskariot, regte sich über die Verschwendung des kostbaren Öls auf. Vers 4ff: „Empört` sagte Judas Iskariot, der Jünger, der Jesus später verriet: 5 »Warum hat man dieses Öl nicht verkauft? Man hätte dreihundert Denare dafür bekommen und das Geld den Armen geben können!« 6 Er sagte das nicht etwa, weil ihm die Armen am Herzen lagen, sondern weil er ein Dieb war. Er verwaltete die gemeinsame Kasse und entwendete immer wieder etwas von dem, was hineingelegt wurde. 7 »Lass sie!«, erwiderte Jesus. »Dadurch, dass sie dieses Öl aufbewahrt hat, konnte sie mich im Hinblick auf den Tag meines Begräbnisses salben. 8 Arme, um die ihr euch kümmern könnt, wird es immer geben. Mich aber habt ihr nicht mehr lange bei euch“.
Jesus lässt anklingen für was diese besondere Tat gut war. In den letzten Stunden seines Lebens legte Maria ihre ganze Aufmerksamkeit auf Jesus. Jetzt, in den letzten Stunden des Abschieds war für Maria nichts zu teuer um ihrem Herrn zu dienen. Jesus greift diese Glaubenstat der Maria auf, in dem er das in Vers 12 deutlich macht: „Denn als sie dieses Salböl über meinen Leib goss, tat sie es zu meinem Begräbnis. 13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis“.
Inmitten der letzten Stunden für Jesus, in denen die Verfolgung und die Mordgedanken so präsent waren, ergreift Maria die Initiative und salbte Jesus. Sie begeht eine außergewöhnliche Glaubenstat und Jesus sagt dazu, wehrt ihr nicht, sie hat etwas Gutes getan.
Rolf Crede, Pastor Calvary Chapel Lippstadt

Ehe und Auferstehung

Matthäus 22, 23-33: „An jenem Tag kamen Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn 24 und sprachen: Lehrer, Mose hat gesagt: Wenn jemand stirbt und keine Kinder hat, so soll sein Bruder seine Frau heiraten und soll seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken. 25 Es waren aber bei uns sieben Brüder. Und der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommenschaft hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. 26 Ebenso auch der zweite und der dritte, bis auf den siebten. 27 Zuletzt aber von allen starb die Frau. 28 Wessen Frau von den sieben wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle hatten sie. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes; 30 denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: 32"Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden. 33 Und als die Volksmengen es hörten, erstaunten sie über seine Lehre“.

Hinterlistig, denn die Geschichte ist ja grundlegend dämlich, geben sie Jesus eine Geschichte vor, in der eine Frau sieben Brüder hintereinander heiratet, nachdem sie gestorben waren. Es stellte sich nun die Frage, mit wem sie in der Ewigkeit zusammen leben würde. Hintergrund ist die Tradition der Schwagerehe. Hierbei sollte durch das heiraten des nächsten Bruders, der Name der Familie des verstorbenen Mannes gesichert werden. Jesus geht erneut nicht auf ihre Frage ein, sondern antwortet in eine andere Richtung. „Ihr irrt,“ spricht Er, „weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;“ Hier können wir von Jesus lernen, dass es gut sich in solchen Momenten auf die Bibel zurück zu ziehen. Gottes Wort ist immer die beste Argumentationsbasis. Es gibt Weisung und Antwort auf die für uns wichtigen Fragen des Lebens. Es ist wie eine Betriebsanweisung für unser Leben. Wenn wir es ignorieren werden wir scheitern.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass ich über die sieben Brüder nur schmunzeln kann. Spätestens der vierte unter den Brüder hätte sich fragen müssen, wieso alle Ehemänner dieser Frau gestorben waren. Hatten sie eine Erbkrankheit oder war das Essen, welche die Schwägerin den Brüdern servierte vergiftet? 
Ich hätte diese Frau nicht geheiratet. Das Risiko eines frühen Dahinscheidens wäre mir zu groß gewesen. Oder war die Dame möglicherweise so attraktiv, dass sie gleich sieben Brüdern – hoffentlich nach einander - den Kopf verdrehte?

Jesus beschäftigt sich aber nicht weiter mit dem Beispiel der Sadduzäer, sondern geht mehr auf ihre eigene Person ein. Jesus merkt – und wir merken es auch beim lesen – dass die Sadduzäer Ihn lächerlich dastehen lassen wollen. Wo gibt es schon eine solch verrückte Familiengeschichte? Weil Jesus die Schriften und Gottes Wort kennt, nutzt Er sie als Seine Argumentationsgrundlage. Jetzt trifft Jesus die Schriftgelehrten bei Ihrem, wie sie dachten, ach so großen menschlichen Wissenschaftsdenken.
Vers 31: „Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: 32"Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden“.

Obwohl wir im Alten Testament, und darauf bezieht sich Jesus, nicht ausführlich etwas über die Auferstehung lesen, so wird derjenige Leser, der durch den Heiligen Geist geleitet ist sehr wohl erkennen, dass es ein Leben nach dem Tod, eine Auferstehung gibt.
Psalm 48, 15: „Denn so ist Gott, unser Gott, für immer und ewig. / Noch über den Tod hinaus wird er uns leiten.
Psalm 139, 24: „Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt, / und leite mich auf dem ewigen Weg“!
Jesaja 26, 19: „Doch deine Toten werden leben, / die Leichen meines Volkes werden auferstehen! / Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubs! / Du, Herr, bist wie ein belebender Tau; / darum gibt die Erde die Toten heraus“.
Daniel 12, 2: „Und viele von denen, die in der Erde ruhen, werden erwachen: die einen zum ewigen Leben und die anderen zur Schande, zur ewigen Abscheu. 3 Doch die Verständigen werden leuchten wie der strahlende Himmel; und die, die vielen anderen zur Gerechtigkeit verholfen haben, werden glänzen wie die Sterne, immer und ewig“.

So hatten die Sadduzäer durch die Verstocktheit ihrer Herzen den Blick für den lebendigen Gott verloren. Er, der das Leben gibt ist nicht ein Gott der Toten sondern der Lebendigen. „Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: 32"Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden“.
Das bedeutete, dass die Väter Israels nicht tot waren sondern lebten. Jesus zitierte aus 2. Mose 3, 6, als der lebendige Gott dem Mose im brennenden Dornenbusch begegnete. Der lebendige Gott, der das Leben ist gibt sich nicht mit Toten ab. Jesus lässt Seine Zuhörer verstehen, dass Gott sich als der Gott der Lebendigen → von Abraham, Isaak und Jakob offenbart.

Jesus selbst sagte im Johannesevangelium Kapitel 11, 23 im Gespräch mit Martha: „»Dein Bruder (Lazarus) wird auferstehen«, ... 24 »Ich weiß, dass er auferstehen wird«, erwiderte Martha. »Das wird an jenem letzten Tag geschehen, bei der Auferstehung der Toten.« 25 Da sagte Jesus zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. 26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?« – 27 »Ja, Herr«, antwortete Martha, »ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.«“

Paulus schreibt: Noch einmal aus 1. Korinther 15, 12ff: „Christus wird somit als der verkündet, den Gott von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13 Angenommen, es gibt wirklich keine Totenauferstehung: Dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt. 15 Und nicht nur das: Wir stehen dann als falsche Zeugen da, weil wir etwas über Gott ausgesagt haben, was nicht zutrifft. ...17 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch. ...
20 Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden. ….22 Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören. ...“

Durch die Kraft Gottes werden die Menschen, die glauben, auferstehen. Diese Tatsache nimmt Jesus auch als Basis für eine weitere Erklärung. Wie wird es sein wenn wir auferstanden sind. In Lukas 16, 20 hören wir den Bericht von zwei Personen die gestorben waren. Sie haben Namen und sind an zwei unterschiedlichen Plätzen aufbewahrt. Lazarus bei Gott und der reiche Mann fand sich in der Hölle wieder. Sie erkennen einander, tragen keine Namensschilder und laufen auch nicht wie ferngesteuerte Zombis durch die Gegend. Auch wir werden im Himmel einander erkennen. Aber wir werden nicht in einer Ehebeziehung leben, wenn wir vorher auf der Erde verheiratet waren, sondern in einer Gottesbeziehung. Wir werden wie Engel sein. Beachte das „wie“ und nicht wie ein Engel. Engel ähnlich aber mehr als Engel. Kinder Gottes und Miterben werden wir sein. Wir werden im Himmel in einer Gottesbeziehung leben. Vers 30: „denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel“, sagt Jesus.

Lasst uns deshalb danach streben, dass Gott uns erfüllt in der Kraft des Heiligen Geistes. Durch IHN werden wir leben wenn ER in uns lebt. „Und als die Volksmengen es hörten, erstaunten sie über seine Lehre“.

Blaise Pascal war ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph. „Als der berühmte französische Mann am 23.November 1654 zur Gottesgewissheit kam, schrieb er nieder: „ Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Philosophen und Gelehrten. Gewissheit, Gewissheit, Empfinden: Freude, Friede, Gott Jesu Christi“. Von Abraham, Isaak und Jakob erwartete Jesus, dass sie im Gottesreich sein würden.“

Ich wünsche euch für die kommende Woche, dass eure Herzen nach Gott und nach einem erfüllt sein von Gottes Heiligem Geist streben.

Rolf Crede
Pastor der Calvary Chapel Lippstadt

Ehe und Auferstehung

Matthäus 22, 23-33: „An jenem Tag kamen Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn 24 und sprachen: Lehrer, Mose hat gesagt: Wenn jemand stirbt und keine Kinder hat, so soll sein Bruder seine Frau heiraten und soll seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken. 25 Es waren aber bei uns sieben Brüder. Und der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommenschaft hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. 26 Ebenso auch der zweite und der dritte, bis auf den siebten. 27 Zuletzt aber von allen starb die Frau. 28 Wessen Frau von den sieben wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle hatten sie. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes; 30 denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: 32"Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden. 33 Und als die Volksmengen es hörten, erstaunten sie über seine Lehre“.

Jesus geht in Seiner Antwort an die Schriftgelehrten auf zwei wichtige Dinge ein. „Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;“ Er sagt zu ihnen, dass sie in zwei Bereichen falsch lagen.
- Erstens bezüglich des Wortes Gottes – ihr kennt die Schrift nicht und
- zweitens, - ihr kennt die Kraft Gottes nicht.

Für jemanden, der Gott nah sein möchte – und dass war der Wunsch der Schriftgelehrten, gehört ein gewisses Maß an Schrift- bez. Bibelkenntnis. Schon Paulus schreibt an seinen Sohn im Glauben in 2. Timotheus 3, 14ff: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, 15 und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. 16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet“.

Doch wie konnte es sein, dass gerade die Schriftgelehrten einen Mangel an Schriftverständnis hatten, wo sie doch so sehr darin studierten. Jesus macht das deutlich, wenn ER darauf hinweist, dass die Schriftgelehrten ein verstocktes Herz hatten. Er bezeichnete ihre Herzen als inwendig schmutzig, dick, hart, steinern, voller böser Gedanken. Wenn man nicht den Heiligen Geist, die Kraft Gottes empfängt, Buße tut und ein reines, „Liebe volles“ Herz empfängt, mit dem man offen ist für das Reden Gottes, dann wird man die Bibel nicht richtig verstehen und als Gottes Wort begreifen können. Erst wenn wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes an das Bibellesen und studieren heran gehen, werden wir Gottes Willen erkennen und wir werden Ihn erkennen. „Denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen“. Hebräer 11, 6

Gottes Kraft eröffnet uns Sein Wort. Bibel lesen und Gottes Wort kennen ist wichtig. Aber es muss in der Kraft und unter der Leitung des Heiligen Geistes geschehen. Schon die Apostel wussten wie wichtig es ist in der Kraft Gottes zu leben und Zeugnis zu geben. Apostelgeschichte 4, 33: „Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen“.
Apostelgeschichte 6, 8: „Stephanus aber, voller Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk“.

Nur durch die Kraft Gottes, die im Heiligen Geist an dir wirkt wirst du Gottes Wort verstehen können. Du kannst die Bibel auswendig lernen, alle biblischen Sprachen kennen und trotzdem wirst du nicht die Liebe und Wahrheit des Wortes Gottes erfahren.

In unserem Bibelabschnitt wird uns das Thema Auferstehung präsentiert. Aber auch, wie unser Verhältnis untereinander sein wird. Schon mit Beginn der ersten christlichen Gemeinden hatte es Menschen gegeben, die gegen die Auferstehung redeten. Innerhalb und außerhalb der Christenheit und der Gemeinden. Deshalb schreibt Paulus im Korintherbrief Kapitel 15 über die Wichtigkeit der Auferstehung, und welche immense Bedeutung sie für uns Christen hat. Gerade wegen ihrer großen Bedeutung wird die Auferstehung teilweiser mit großer Anstrengung geleugnet. Gerade die „moderne“ Gemeinde mit ihrer historisch-kritischen Theologie, sieht die leibhaftige, körperliche und tatsächliche Auferstehung als unrealistisch und nicht existent an. „Vielleicht hatten die Jünger sich das nur ausgedacht und die Auferstehung fand „in ihren Herzen“ statt?“ So, eine heute mögliche moderne Deutung der Auferstehung. Wir müssen uns vor Augen halten, dass Satan, der Gegenspieler bei der Leugnung wichtiger Glaubenstatsachen auch nicht vor den Theologen, Priestern und Pastoren halt macht.

Die Auferstehung ist einer der zentralen Punkte des Evangeliums von Jesus Christus. Deshalb ist es auch glaubenszerstörend, wenn gerade die Auferstehung angegriffen wird. Die christliche Gemeinde ist heute in vielen Bereichen schwach. Kirchen leeren sich in West und Ost. Kirchenaustritte überall. Die Menschen in der Fußgängerzone, die wir letzte Woche bei einem Straßeneinsatz trafen, standen dem Glauben größtenteils gleichgültig gegenüber. So wie die Kirche sich heute in weiten Teilen präsentiert, in dem sie ihre wesentlichen Glaubensgrundsätze verleugnet, verleugnet sie den auferstandenen Herrn Jesus Christus. Und warum sollte Gott dann die Gemeinde mit vielen Gläubigen füllen und segnen? Eine Gemeinde, in der ein anderes Evangelium gepredigt wird als das der Bibel, ist eine „umsonst“ Gemeinde. Sie kommt umsonst zusammen, ihr Gemeindeleben ist zwecklos, ihre Predigten haltlos und ihr Glaube gegenstandslos.

Deshalb schreibt Paulus in Übereinstimmung mit Jesus im 1. Korintherbrief Kapitel 15, 1ff: „Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, 2 und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen, was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen! 3 Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte: Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift – für unsere Sünden gestorben. 4 Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift. 5 Als der Auferstandene hat er sich zunächst Petrus gezeigt und dann dem ganzen Kreis der Zwölf. 6 Später zeigte er sich mehr als fünfhundert von seinen Nachfolgern auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. 7 Danach zeigte er sich Jakobus und dann allen Aposteln. 8 Als Letztem von allen hat er sich auch mir gezeigt; ...“

Auch Jesus wird mit der Frage um die Auferstehung durch die Sadduzäer konfrontiert. In unserem Text heißt es: „An jenem Tag kamen Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung;“ In Lukas 20, 27 lesen wir sogar, dass die Sadduzäer bestritten, dass es eine Auferstehung gäbe. Hier lagen sie in der Auseinandersetzung mit den Pharisäern.

An diesem Punkt wünsche ich dir eine gesegnete Woche. Denke einmal über die Wichtigkeit der Auferstehung in deinem Leben nach. Nächste Woche geht es hier weiter.

Rolf Crede
Pastor der Calvary Chapel Lippstadt

Matthäus 22, 15-22: „Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten. 16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen. 17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? 18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler? 19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar. 20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? 21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. 22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg“.

Wenn wir die Antwort Jesu nur auf die Beantwortung der Frage nach der Steuerzahlung reduzieren, dann haben wir den Kern Seiner Botschaft verpasst. Zuerst einmal sagt Jesus, dass wir die Steuer zahlen müssen. Gebt dem Staat, was dem Staat gehört. Zahlt eure Steuern, eure geforderten Beiträge zu den Sozialkassen und betrügt nicht. Das was der Staat fordert, dass zahlt. Jesus stellt hier deutlich heraus, was Petrus und Paulus später in ihren Briefen bestätigen. Alle Staatsautorität ist von Gott eingesetzt und wird auch von Gott wieder ihres Amtes enthoben. Gott ist derjenige, der Regierungen und Gewalten einsetzt. ausgesetzt. Wir haben uns an die Gesetzte zu halten.
1.Petrus 2, 13-17: „Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen; sei es dem König als Oberherrn 14 oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun! 15 Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt – 16 als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes. 17 Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König“!

Klare Worte die uns Petrus da vorsetzt und die auch von Paulus so bestätigt werden. Römer 13, 1-7: „Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten staatlichen Mächten! Denn es ist keine staatliche Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet. 2 Wer sich daher der staatlichen Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil empfangen. 3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; 4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut. 5 Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein der Strafe wegen, sondern auch des Gewissens wegen. 6 Denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern; denn es sind Gottes Diener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind. 7 Gebt allen, was ihr ihnen schuldig seid: die Steuer, dem die Steuer; den Zoll, dem der Zoll; die Furcht, dem die Furcht; die Ehre, dem die Ehre gebührt“!

Jesus sagt, gebt dem Kaiser was ihm gehört und gebt Gott, was ihm gehört. Das ist ein klarer Auftrag. Auch an uns als Gemeinde. Leider geraten immer mehr Kirchen und Gemeinden in den Strudel der weltlichen Machtspiele und der Politik. Sie beschäftigen sich mehr mit „materiellen Dingen“ und wie wir die Welt verbessern können. Ich glaube fest, dass Gott möchte, dass wir als Gemeinde zuerst Gott das geben, was IHM gehört: Anbetung, Lobpreis, Gottes Wort, Liebe und Leben im Heiligen Geist, Gemeinschaft im Abendmahl.
Der Weg der Kirche in ein gesellschaftliches Einmischen, in mehr politische Aktivitäten und soziales Engagement ist ein falscher Weg sein. Als Gemeinde müssen wir zuerst in das Reich Gottes investieren, welches Bestand in der Ewigkeit hat. Und dann erst in ein Leben hier auf Erden. Die Zukunft liegt bei Gott. Des öfteren hört man auch, dass Jesus mit Seiner Antwort auf den Zehnten, auf die Kollekte, auf den Beitrag ins Reich Gottes, in Gemeinde und Mission abzielt. Das ist zwar nicht ganz falsch, denn Jesus möchte, dass wir alles was wir besitzen – und somit auch unser Geld – als eine Gabe Gottes an uns betrachten.
So richtig dieser Gedanke ist, so kurz ist er aber an dieser Stelle der Antwort Jesus gedacht. Zahle deine geforderte Steuer und frage Gott, was du IHM in Seine Arbeit, in seinen Dienst zurück geben sollst. Wenn du diese Frage ernsthaft stellst, dann bist du auf einem richtigen Weg. Aber du hast noch nicht die ganze Bedeutung der Antwort Jesus ergriffen. Jesus legt in Seine Antwort die ganze Wahrheit der göttlichen Botschaft hinein. Zuerst Gott! In allen Dingen. Schaue zuerst auf Gott, auf Jesus den Anfänger und Vollender des Glaubens.
Denn die wirkliche Frage ist, geben wir Gott uneingeschränkt das, was Ihm gehört? Geben wir IHM die volle Anerkennung, dass ER Gott ist. Dass ER der Schöpfer von Himmel und Erde ist. Dass Er der allmächtige, allgegenwärtige und allwissende „Ich bin der ich bin“ ist. Dass ER Mensch wurde in Jesus Christus um uns von unserer Schuld und Sünde zu erlösen. Um damit den Weg in die Ewigkeit und Herrlichkeit Gottes frei zu machen.
Geben wir IHM den Lobpreis, der nur IHM gilt, die volle Hingabe, die Herzenssehnsucht, IHMzu dienen und Seinen Namen allein anzubeten?

Jesus öffnet hier eine biblische Wahrheit. Es gibt ein Reich auf dieser Erde. Ein Reich was vergeht. Eine Erde die vergeht und alles auf ihr ist vergänglich. Das Geld, gib es dahin, denn es ist vergänglich. Motten und Rost werden es fressen. Könige sind vergänglich, Sozialkassen und Steuereinnamen. Gibt das Geld für die irdischen Dinge. Denn da gehört es hin. Bunker es nicht sinnlos sondern gib es aus auf dieser Welt. Für die Steuern ebenso wie in das Reich Gottes. Hilf, dass der Leib Christi seine Aufgaben in Mission und Gemeinde, in Diakonie und Nächstenliebe, im Predigtdienst und in der Anbetung wahrnehmen kann.
Hast du in diesem Monat schon etwas in die Kollekte getan? Nur kleine Münzen, mit kleinen Blümchen darauf? Oder hast du von Gott die Freiheit bekommen auch viele Denare zu geben. Scheine, denn Christen sollen ja leuchten und Scheinwerfer sein :).
Doch denke daran, dass die Antwort Jesus viel weiter und tiefer geht. „Jesus sagt, gebt Gott was Gott ist“. Ja was gehört denn Gott? Du gehörst Gott! Gott möchte dich in der Ewigkeit haben. Hier auf der Erde ist alles vergänglich. Deshalb will Gott deine Seele, deinen Geist, dein Herz. Er will dich!

Wenn wir ein bisschen vorgreifen, dann lesen wir in Matthäus 22, dass Jesus nach dem größten Gebot gefragt wird. Vers 38ff: „Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 38 Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." 38 Dies ist das größte und erste Gebot“. Gott möchte nicht dein Geld. Alles was du besitzt ist sowieso von IHM. Und du sollst davon abgeben, so wie er dir es aufs Herz legt. Aber dazu musst du IHN im Gebet fragen: „Herr wo soll ich dein Geld einsetzen, welches ich von dir bekommen habe“. Denn dein Job ist ein Gnadengeschenk Gottes. Dein Haus, dein Geld alles ist ein Gnadengeschenk Gottes. Von IHM und durch IHM. Und in diesem Augenblick wird deutlich was Gott wirklich von dir will und was du IHM geben sollst. Er will deine Liebe. Eine ungeheuchelte Liebe die von Herzen kommt. ER will dein Herz. Kein geheucheltes Christsein. ER will deine Seele und ER will deinen Verstand leiten und dich auf gute und fette Wiesen und sicherere Wege führen.
1. Thessalonicher 5 gibt einige gute Ratschläge.
Was Gott von uns möchte:
- Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen!
- Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.
- Legt dem Wirken des Heiligen Geistes nichts in den Weg!
- Gott selbst, der Gott des Friedens, helfe euch, ein durch und durch geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre euer ganzes ´Wesen`– Geist, Seele und Leib –, damit, wenn Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt, nichts an euch ist, was Tadel verdient. Die Antwort Jesus macht klar, dass es Ihm und damit Gott nicht um dein Geld geht, sondern um dich. Gib der Regierung was sie beansprucht und gib Gott was Gott gehört. Denn du gehörst Gott! Gott will dich!
1. Johannes 2, 15ff: „Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. 17 Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit“.

Rolf Crede

Pastor Calvary Chapel Lippstadt

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